Weniger Stress mit der IT
Der Logistikdienstleister Carl Ungewitter zentralisiert seine IT und setzt dabei auf Citrix XenApp™ und Thin Client-Lösungen von IGEL. Im Ergebnis steigen Verfügbarkeit und Sicherheit. Die Gesamtkosten sinken um 50 Prozent.
Zukunft hat, wer vorausschauend agiert und die richtigen Entscheidungen trifft. Getreu diesem Motto beweist der Logistikdienstleister Carl Ungewitter seit mehr als 130 Jahren unternehmerischen Weitblick. Das traditionsreiche Familienunternehmen aus Bremen legt dabei nicht nur Wert auf perfekte logistische Lösungen an Land, zu See und in der Luft, sondern auch auf eine moderne und effiziente Unternehmens-IT. Unterstützt von der Datagroup konzentriert Carl Ungewitter sämtliche Anwendungen in einer hochverfügbaren Citrix-Serverfarm und stellt sie effizient über Thin Clients von IGEL bereit.
Gewachsene IT: starr, anfällig und teuer
Bis Oktober 2009 betrieb Carl Ungewitter in den Abteilungen Seefracht, Luftfracht, Warehousing und Straßenbaustoffe eine gewachsene IT-Umgebung nach dem Client/Server-Prinzip, die insgesamt zehn Dateiserver und etwa 50 PCs umfasste. Dass eine solche verteilte Infrastruktur jedoch nicht mehr zeitgemäß war, zeigte sich einerseits an dem zunehmenden Administrations- und Wartungsaufwand, andererseits an der starren Arbeitsumgebung: „Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten aufgrund der lokal installierten Anwendungen nur an einem bestimmten Computer arbeiten“, erinnert sich die verantwortliche IT-Betreuerin Kim Gebek. „Das verkomplizierte die Datensicherung und erschwerte die Systemwiederherstellung nach einem Hardware-Ausfall.“ Als Ausweg aus dieser Kostenfalle stimmte die Geschäftsführung Kim Gebeks Vorschlag zu, möglichst alle Anwendungen und Datenbanken künftig von einer zentralen Serverfarm aus für alle drei Standorte in Bremen bereitzustellen. Sie schuf somit die Voraussetzungen für eine einheitliche Datenbasis, ein zentrales Backup und für Außendienstmitarbeiter die Möglichkeit zur flexiblen Arbeit weltweit.
Ausweg: zentrale IT mit Thin Clients
Mit Unterstützung durch den IT-Dienstleister Datagroup führte Carl Ungewitter im Oktober 2009 eine Server Based Computing-Umgebung ein. Seither erfolgt die Anwendungsbereitstellung mittels Cirix XenApp™ vom zentralen Rechenzentrum aus. Die neue Serverfarm besteht aus zwei physischen Maschinen vom Typ IBM X3650 M2, darauf laufen unter anderem vier virtuelle Citrix-Server. „Um eine möglichst hohe Verfügbarkeit und Energieeffizienz zu erzielen, erneuerten wir das Datencenter von Grund auf – inklusive Server, Storage, Backup und einer redundanten Stromversorgung“, berichtet Kim Gebek. „Passend zur zentralen Anwendungsbereitstellung entschieden wir uns außerdem, als Standardarbeitsgerät Thin Clients einzuführen, die anders als PCs ohne bewegliche Teile wie Festplatten und Lüfter auskommen und daher zuverlässiger und energieeffizienter arbeiten können.“ Der Hauptvorteil des Thin Client Computing liegt laut Kim Gebek jedoch in den geringeren Administrations- und Supportkosten: „Die von uns gewählten Thin Clients des Herstellers IGEL Technology lassen sich ausnahmslos über das Netzwerk fernadministrieren und sind binnen fünf Minuten eingerichtet. Nach Verbindung mit dem Management-Server konfigurieren sich die Thin Clients automatisch anhand des darauf hinterlegten Einstellungsprofils.“
Umstellung auf Raten
Obgleich die strategische Ausrichtung auf Thin Clients feststand und schon erste Geräte in der Warehousing-Operation arbeiteten, entschied sich Carl Ungewitter dafür, den Roll-out der Thin Clients softwarebasiert fortzuführen. So konnten die PCs als logische Thin Clients weiterbetrieben werden, um die erst ein Jahr zuvor getätigte Investition in neue PC-Hardware zu schützen und die Migrationskosten über einen längeren Zeitraum zu staffeln. Die Alternative zum vorzeitigen Hardwarekauf kam von IGEL selbst: Der deutsche Marktführer hatte zwischenzeitlich sein Linux-basiertes Thin Client-Betriebssystem als Software herausgebracht, um PCs sowie IGEL-Vorgängermodelle und Thin Clients anderer Hersteller in IGEL Universal Desktops konvertieren und als solche zentral managen zu können. „Nach erfolgreichen Tests des IGEL Universal Desktop Converters wandelten wir rund 60 Prozent unserer PC-Arbeitsplätze zu einem Bruchteil der ursprünglich geplanten Investitionskosten in logische IGEL Thin Clients um.“ Als ausschlaggebend für die Herstellerwahl nennt Kim Gebek neben der guten Betreuung und der laufenden Softwarepflege insbesondere die Qualität der Managementlösung. „Die IGEL Universal Management Suite ist im Lieferumfang aller Universal Desktop-Thin Clients enthalten. Damit lassen sich physische und logische Thin Clients gleichermaßen profil- und gruppenbasiert fernadministrieren und verwalten. Die diesbezügliche Konsole für das Remote-Management ist absolut selbsterklärend. Die Oberfläche entspricht exakt dem Einstellungsmenü des physischen Thin Clients. In punkto Management unterscheidet sich IGEL deutlich vom Wettbewerb, dessen Lösungen mitunter kompliziert und lizenzpflichtig sind.“
Flächendeckende Einführung
Dank einer hohen Einsatzflexibilität und User-Experience eignen sich die Thin Client-Lösungen für jeden Unternehmensbereich von Carl Ungewitter. So werden beispielsweise im Lager USB-Sticks zum Einlesen von Digitalfotos genutzt. Darüber hinaus bietet das gewählte Universal Desktop-Modell IGEL UD3 LX die Möglichkeit, mithilfe eines optionalen Y-Kabels sowohl ein DVI- als auch ein VGA-Display anzuschließen. Solche Mehrbildschirmarbeitsplätze finden sich auch in der Buchhaltung und der Telefonzentrale. „Über die einheitliche Managementkonsole lassen sich sämtliche Geräteeinstellungen mit wenigen Mausklicks vornehmen, darunter auch die Monitoreinstellungen. Um beispielsweise weitere Arbeitsplätze mit zwei Bildschirmen auszurollen, ordne ich den betreffenden Geräten lediglich das schon bestehende Profil zu und der Thin Client arbeitet in gewohnter Weise mit zwei Monitoren zusammen“, erklärt Kim Gebek.
Mobilität und Sicherheit
Die Notebooks im Unternehmen werden von dem Außendienst, der EDV und der Geschäftsführung genutzt, arbeiten aber in der Regel ebenfalls auf der zentralen Serverfarm. Auf Reisen erfolgt die Verbindung via UMTS. Kim Gebek hat darüber hinaus auch einen virtuellen Thin Client auf dem Notebook installiert, um auf die Serverfarm zuzugreifen und verschiedene Userszenarien zu testen. Alle physischen IGEL Thin Clients, die Carl Ungewitter bislang bestellt hat, verfügen über einen integrierten Smartcard-Reader. Als Zukunftsoption könnte dieses optionale Feature langfristig ein schnelleres Arbeitsplatz-Roaming ermöglichen, beispielsweise mithilfe der IGEL-Smartcard. Zieht der Anwender die Karte aus dem Gerät, ist das Gerät gesperrt; die Sitzung läuft aber im Hintergrund auf dem Server weiter. Wird die Smartcard an einem beliebigen IGEL-Arbeitsplatz wieder eingesetzt, kann der Anwender sofort weiterarbeiten. An- und Abmeldungen erfolgen somit schneller und sicherer.
Umsetzung und Ergebnisse
Die Citrix-Einführung wurde vom Implementierungspartner Datagroup geplant und von Oktober 2009 bis Januar 2010 gemeinsam mit der internen IT durchgeführt. Die anschließende Migration auf physische und logische Thin Clients organisierte Carl Ungewitter intern. Gemeinsam mit ihren IT-Kollegen stellte Kim Gebek zunächst die Arbeitsplätze im Warehouse und am Flughafenstandort mithilfe eines lokalen ICA-Clients auf das Server Based Computing um und ersetzte sie anschließend durch physische und logische Thin Clients. Die Firmenzentrale wird bis Mitte 2011 sukzessive mithilfe der IGEL UDC-Software auf Thin Client-Betrieb umgestellt. Die einzelnen PCs wandelt Kim Gebek mittels eines speziellen USB-Tokens von IGEL um. Alternativ bietet IGEL auch die Möglichkeit, das Thin Client-Betriebssystem über das Netzwerk auszurollen und zu lizenzieren. Den Gesamtaufwand zur Modernisierung der Serverlandschaft schätzt Gebek auf insgesamt 15 Personentage, die gemeinsam mit der Datagroup anfielen. Die Anpassung der Citrix-Umgebung nahm weitere 15 Tage in Anspruch, der Roll-out der insgesamt 35 physischen und logischen Thin Clients einen weiteren Tag.
Desktopkosten sinken auf die Hälfte
Unterm Strich profitiert Carl Ungewitter von einer 50-prozentigen Gesamtkostenersparnis im Vergleich zum früheren Client/Server-Netzwerk, schätzt Kim Gebek. Gleichzeitig haben sich die Flexibilität, Datensicherheit und Verfügbarkeit verbessert. Das stimmt nicht nur die Geschäftsführung zufrieden, sondern auch die Anwender, deren Arbeitsplätze nun deutlich zuverlässiger sind und teilweise sogar besser performen als zuvor. Das gilt insbesondere für die physischen Thin Clients, die im Betrieb am Lager typischerweise höheren Belastungen ausgesetzt sind. „Wir haben heute deutlich weniger Stress mit den Arbeitsplatz-Geräten“, resümiert Kim Gebek. „Bisher gibt es keine Ausfälle, und sollte es doch einmal dazu kommen, so ist der Fehler schnell mit einem Ersatzgerät behoben. Als nächstes gehen wir das Thema Dokumentenmanagement an, für das uns die Dualview-fähigen Universal Desktops von IGEL ebenfalls eine gute Grundlage bieten.“



