IGEL Thin Clients bescheren der Staatsanwaltschaft Berlin Einsparungen von ca. 70 %
Durch die Einführung einer umfangreichen Server Based Computing Architektur erhöhten die Berliner Strafverfolgungsbehörden die Anzahl der Einzelarbeitsplätze um 50% bei gleich bleibendem Administrationsaufwand.
Vor knapp zwei Jahren nahm die Berliner Amts- und Staatsanwaltschaft ein ehrgeiziges Rationalisierungsprojekt in Angriff. Die Behörde plante die konsequente Umstellung der IT-Infrastruktur auf Server Based Computing.
Statt der ursprünglichen 800 werden zukünftig 1200 Bildschirmarbeitsplätze verfügbar sein. Gleichzeitig wurde das Administrationsvolumen deutlich reduziert und die garantierte Verfügbarkeit aller verwendeten Software-Anwendungen sichergestellt. Um die Total Cost of Ownership (TCO) nachhaltig zu minimieren und einen schnellen Pay-Back zu erreichen, empfahl Carano die Thin Clients. Bis heute sind ca. 750 zentral verwaltete Thin Clients des deutschen Herstellers IGEL Technology installiert. Diese lösten nicht nur die bisherigen 300 Tandberg VT220-Terminals ab, sondern boten auch eine kostengünstige Alternative zur Anschaffung weiterer PCs.
Hoher InvestitionsschutzDas Konzept zur Umsetzung von Server Based Computing basiert auf der Windows 2000 Server Edition und Citrix MetaFrame XP 1.0. Somit ergab sich die Gelegenheit, die bestehenden Bildschirmarbeitsplätze umfassend zu modernisieren und gleichzeitig den Fortbetrieb bestehenden Equipments zu erhalten. So konnten etwa 450 der ehemaligen NT 4.0 Arbeitsplatzrechner weiter betrieben werden. In der aktuellen IT-Landschaft laufen sie unter Verwendung der ICA-Client-Software von Citrix als Fat-Clients. Für Anwender, deren Schreibtische bisher mit Tandberg-Terminals ausgestattet waren, bedeutete die Umstellung auf die IGEL-Clients eine erhebliche Arbeitserleichterung. Die komplette IT-Umgebung beider Systeme wird jetzt in einem schlanken Endgerät abgebildet.
Die neuen Thin Clients vom Typ IGEL-416 arbeiten komplett geräuschlos und erweisen sich durch den Verzicht auf bewegliche Hardwareteile als erheblich langlebiger. Weiterhin minimiert das Fehlen von eigenen Laufwerken die Gefahr des Datendiebstahls oder der Infektion von durch Wechselmedien eingeschleuste Viren. Schließlich liegt der Stromverbrauch der eingesetzten Clients deutlich unter dem eines Einzelplatzrechners. Bei der hohen Anzahl von Clients ein erhebliches Einsparpotenzial.
Clemens Boehm, verantwortlicher Leiter des IT-Referats der Staatsanwaltschaft Berlin, äußert sich sehr zufrieden: „Die eingesetzten ThinClients leisten einen wichtigen Beitrag zur Investitionssicherung. Die gute Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner, dem Berliner Systemhaus Carano, bildete hierfür eine solide Grundlage.“
Vielseitige KommunikationstalenteSpeziell im Bereich Connectivity konnte der deutsche Hersteller bei den Berlinern Behörden punkten. Anders als bei den abgelösten Terminals ermöglichten die Thin Clients auch den Einsatz jenseits der UNIX-Welt. Der IGEL-416 Winestra verfügt neben dem X11R6-Kommunikationsprotokoll für den Zugriff auf die UNIX-basierten Datenbanken standardmäßig auch über die beiden Standardprotokolle ICA und RDP. Sie dienen dem Datenaustausch mit den neuen Applikationsservern unter Citrix MetaFrame und Windows 2000 Server Edition. Zu den auf den Applikationsservern installierten Windows-Anwendungen zählen MS Office 97, Irfan View und jüngst Star Office 5.2. Besonders anwenderfreundlich erweist sich der zentrale Zugriff auf 16-Bit-DOS-Anwendungen wie Archiv 97 oder das Postleitzahlensuchprogramm „Ralf“. Die interne Eigenentwicklung JUKOS basiert auf Visual Basic. Java und Informix läuft derzeit im Testbetrieb.
Die Performance stimmtZwischen den Applikationsservern und den Clients werden über die 10 Mbit Ethernetverbindungen lediglich Tastaturbefehle und Bildschirminformationen ausgetauscht. Die eigentliche Rechnerlast bleibt auf dem Server. Mit einer 300 MHz getakteten NSC Geode GX1 CPU, einer 4 MB Onboard-Grafik und 32 MB RAM Speicher ist der Client ausreichend dimensioniert und bietet genügend Performance auch für zukünftige Anwendungen. In einem eigenen 16 MB Flash Speicher liegt die Firmware des Clients. Sie umfasst neben dem Linux Betriebssystem weitere Softwarekomponenten. Dazu gehören die Emulations-Suite PowerTerm und die bandbreitenoptimierte Druck Management Software ThinPrint. Serverseitig sorgt ein eigener DHCP- und Print-Server mit ThinPrint Version 5.0 für eine optimale Auslastung der Kapazitäten. Die Load-Balancing-Funktion der Citrix-Software gewährleistet außerdem eine gleichmäßige Verteilung der Rechenlast auf die Applikationsserver.
Kostensenkung durch zentrale AdministrationDie zentrale Administrierbarkeit der Server Based Computing Architektur sowie das daraus resultierende Sparpotenzial bildete das zentrale Argument der Carano Berater. „Nach unseren Erfahrungen kann durch die Einführung einer Server Based Computing Architektur mit einer Kostensenkung zwischen 30 und 70 Prozent gerechnet werden,“ erläutert Thorsten Jensch, Projektleiter von Carano. Dieses Rationalisierungspotential erlaubte den Berliner Strafverfolgungsbehörden die Erweiterung der IT-Arbeitsplätze bei gleich bleibendem Administrationsaufwand. Die Mitarbeiter des IT-Referats wurden durch das zentrale Management der Umgebung maßgeblich entlastet. Boehm nennt die entscheidenden Faktoren: „Alle IGEL Clients sind durch ihre einheitliche Konfiguration nahezu frei austauschbar und lassen sich bequem und zentral administrieren.
Updates der Firmware können bequem über das Netz erfolgen, so dass die zeitaufwändige Einzelplatzbetreuung endlich der Vergangenheit angehört. Das Monitoring der Serverfarm erfolgt über die Citrix Management Console. Gruppenrichtlinien unter Einsatz von Microsoft Active Directory Services bieten eine hervorragende Transparenz über das gesamte Netzwerk, und erlauben uns die Benutzeroberflächen deutlich zu vereinfachen und gezielt auf die erforderlichen Anwendungen einzuschränken.“
Ausfallsicherheit hat PrioritätUm die erforderliche Hochverfügbarkeit des Systems zu gewährleisten, installierte Carano die komplette Serveranlage an zwei räumlich getrennten Standorten. Die zugehörigen Racks beherbergen neben einer redundanten unterbrechungsfreien Stromversorgung je 10 Applikationsserver, einen Domain-Controller, einen File-Server mit einem Plattenarray von 270 GB, einen DHCP- und Print-Server sowie einen SQL-Server. Die Spiegelung der File-Server erfolgt mittels LEGATO Co-Standby Server 2000. Fällt einer der beiden Server oder seine Netzwerkanbindung aus, übernimmt der andere Server innerhalb von wenigen Sekunden dessen Aufgabe. Der Benutzer greift dabei über dieselbe, virtuelle IP-Adresse, bzw. den gleichen Netbios-Host zu. Die Datensicherung erfolgt über das Tool HP OmniBack. Auf Package-Server installierte Agenten sammeln Daten über das Netzwerk und sichern sie auf der angeschlossenen DLT-Library.
Anwenderfreundliche Masken„Von all diesen technischen Raffinessen merkt der Anwender nur wenig. Auf der Anmeldemaske von Windows 2000, die kurz nach dem einschalten erscheint, findet er sich leicht zurecht,“ meint Dierk Gerlach, MCSE und Consultant im Carano Team. Die IP-Adresse erhält der Thin Client vom DHCP-Server. Der Name des Endgerätes wird im DNS des Active Directory von Windows 2000 eingetragen und bildet dann die Basis für die Druckerzuweisung. Jeder Mitarbeiter erhält ein individuell abgestimmtes Benutzerprofil, das zentral gespeichert wird. So erhält er genau die Funktionalität, die er für seine Arbeit benötigt.
Fazit: Fit für die ZukunftSeit der Ausschreibung der Migration im Februar 2001 sind 750 der rund 1200 Arbeitsplätze mit IGEL Thin Clients ausgestattet. Clemens Boehm zeigt sich nach Abschluss der letzten Projektphase zufrieden mit dem neuen System. „Das Projekt war ein maßgeblicher Erfolg für die Berliner Strafverfolgungsbehörden. Unsere IT-Mitarbeiter können jetzt einen wesentlich größeren Anwenderkreis betreuen. Die wesentliche Erleichterung der Administration führt zu entscheidenden Kosteneinsparungen und der Bewältigung größerer Mengengerüste ohne Personalverstärkung. Darüber hinaus sind wir mit der Flexibilität der neuen Architektur und der eingesetzten ThinClients auch bestens für zukünftige Anforderungen an unsere IT-Umgebung gerüstet.“
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