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Wed 20 August 2008
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Eugen Trost

Motor-Tuning für NetVista

Kfz-Teile-Lieferant Trost aktualisiert seine IBM NetVista-Terminals mit IGEL-Upgrades. Die zur IBM-Hardware kompatiblen IGEL Compact Flash-Upgrades sichern fortan den weiteren Betrieb der NetVista 2800 Terminals und bringen ein erhebliches Plus an Connectivity und Funktionalität mit sich.

Nach dem Firmenmotto "Alles für Kfz-Profis" versorgen die 62 Niederlassungen der Eugen Trost GmbH Werkstätten und Teilefachhändler in ganz Deutschland mit einem umfassenden Komplettangebot an Pkw- und Kfz-Teilen, Werkzeugen, Werkstatteinrichtungen und Dienstleistungen. Die 1.700 Mitarbeiter des 1904 in Stuttgart Bad Cannstatt gegründeten Unternehmens verstehen sich als umfassende Problemlöser im Dienste ihrer Kunden. 

Aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung plante man bei Trost Mitte letzten Jahres die Anzahl der Einzelarbeitsplätze innerhalb der vorhandenen Server Based Computing Infrastruktur zu erhöhen. Die Produktion der als Endgeräte eingesetzten IBM-Terminals der Reihe NetVista war jedoch im Januar 2002 eingestellt worden. Es galt folglich einen Weg zu finden, die rund 50 Endgeräte vom Typ NetVista 2800 langfristig weiter betreiben zu können und gleichzeitig die mittelfristige Erweiterung des Netzwerkes um weitere kompatible Endgeräte vorzubereiten.
 
Investitionsschutz durch Firmware-Upgrade
 
Nach ausgiebigen Internet-Recherchen, Messebesuchen und dem Studium von Informationsmaterialien verschiedener Anbieter entschied sich Trost für ein Upgrade der Geräte-Firmware durch ein 32 MB CompactFlash™-Modul des deutschen Herstellers IGEL Technology. Ein gemeinsames Outsourcing-Projekt mit IGEL und IBM Business Services bietet den dauerhaften Schutz der bestehenden Terminal-Infrastruktur. Die eingesetzten IGEL-2800 Premium 32 MB CompactFlash™ Module mit Embedded IGEL Flash Linux sind voll kompatibel mit der IBM-Hardware. Das Betriebssystem wird von IGEL ständig gepflegt und aktualisiert. Albert Hermann, EDV Leiter bei Trost zum IGEL Projekt: „Die einfach zu installierenden IGEL Upgrade-Kits leisten einen wesentlichen Beitrag zum Investitionsschutz und bilden eine verlässliche Basis für die Fortführung der Betreuung unserer NetVista-Terminals durch die IBM Business Services.“ 

Für die Trost-Mitarbeiter bringt der Wechsel des Betriebssystems äußerlich keine Veränderungen mit sich. Sie besitzen nach wie vor ihre gewohnte Arbeitsumgebung. Darüber hinaus können sie weiterhin an allen Arbeitsplätzen die gewohnten IBM-Keyboards mit 122 Tasten zur Eingabe benutzen.
 
Connectivity: kleines Upgrade, große Wirkung
 
Die IGEL-2800 Premium Module boten Trost über den bloßen Weiterbetrieb der IBM-Endgeräte hinaus eine einmalige Chance, Funktionalität und die Performance innerhalb der Server Based Computing Architektur zu erhöhen. So ließen sich die Terminals nach dem Upgrade beispielsweise via Standardkarte problemlos von Token-Ring- auf Ethernet-Betrieb umstellen. Die neue Firmware erlaubt darüber hinaus auch die Kommunikation über Wireless-LAN, wodurch sich auch mobile Geräte des Zentrallagers in Uffenheim an das Netz anbinden ließen.

Der entscheidende Unterschied gegenüber dem bisherigen Betriebsmodus ergibt sich jedoch aus dem Zuwachs an Kommunikationsfähigkeit oder Connectivity, welche das Upgrade mit sich bringt. So offeriert das IGEL-2800 Premium gleich mehrere Standardprotokolle zur Verständigung mit den zentralen Applikationsservern, darunter RDP für Microsoft Windows basierte Server, ICA für Citrix Metaframe Systeme und das UNIX- bzw. Linux-spezifische X11R6-Protokoll. Die aktuelle Server-Infrastruktur bei Trost besteht aus M20-basierten Servern mit Netfinity Quad 500 MHz Prozessoren und Raid-System mit 4 GB Arbeitsspeicher sowie X-350 und X-4500 Servern der 3. Generation. Die Kommunikation zwischen den IGEL getunten NetVista Terminals und den zentralen Applikationsservern bei Trost erfolgt ausschließlich über das flexible Citrix-Protokoll ICA Version 6.2.
 
Legacy-Host-Zugriff inklusive

Über die integrierte PowerTerm-Software stehen den Kfz-Spezialisten darüber hinaus eine Vielzahl an Terminal-Emulationen zur Verbindung mit nahezu allen bekannten Legacy-Host-Applikationen zur Verfügung. Besonders wichtig war Trost in diesem Zusammenhang die serienmäßige Verfügbarkeit der AS/400-Emulation TN5250E (extended) als maßgeblicher Kommunikations-standard der ursprünglichen Terminalverbindungen.

Die neuen Clients erlauben den Trost-Mitarbeitern heute den bequemen Zugriff auf insgesamt über 70 PC-Anwendungen und marktspezifische Kataloge.
 
Integration praktischer Zusatzsoftware

Neben dem embedded Linux-OS, den Protokollen und der integrierten Emulation Suite beinhaltet die Firmware des IGEL-2800 Premium Upgrade-Kits noch eine Reihe weiterer Software-Komponenten. Um eine effiziente Ausnutzung der Netzwerkbandbreite zu erzielen, ist serienmäßig der Internet-Browser Netscape 4.79 inklusive Java Virtual Machine (JVM) integriert. Der lokale Betrieb dieser häufig aufgerufenen Standardanwendungen hält die Netzauslastung auf einem niedrigen Niveau und beugt so Übertragungsengpässen und Serverüberlastungen vor. Für eine optimale Bandbreiteneffizienz sorgt ferner die Druck-Management-Software „Thin Print Management“, die ebenfalls einen serienmäßigen Bestandteil der Firmware bildet.

Weitere Software-Tools senken Administrations- und Wartungskosten und wirken sich nachhaltig positiv auf die Total Cost of Ownership aus. So erlaubt die integrierte IGEL Remote Management Software die ortsunabhängige Verwaltung der Terminals. Die Firmware selbst lässt sich komfortabel und einfach via FTP-Update auf dem aktuellen Stand halten.
 
Nachfolgeregelung: Was kommt nach NetVista?
 
Bei Trost ist man mit dem Verlauf des Upgrade-Projektes zufrieden. „Die Unterstützung durch IBM Business Services stellte die reibungslose Umstellung unserer IT-Infrastruktur sicher,“ berichtet Albert Hermann. „Die Aktualisierung der Terminal-Umgebung bei Trost erfolgte innerhalb von vier Wochen. Den geringsten Zeitraum nahmen dabei die nötigen Modifikationen an den Terminals selbst in Anspruch. Letztlich mussten nur die Firmware-Module ausgetauscht und neue Kommunikationskarten eingesetzt werden und schon waren die Terminals wieder einsatzbereit.“ Auf Grundlage dieser positiven Projekterfahrung plant Trost neben dem Einsatz weiterer Upgrade-Kits auch die Anschaffung neuer IGEL Thin Clients als Nachfolger der IBM-Terminals. Albert Hermann abschließend: „Die Fortsetzung der Partnerschaft mit IGEL garantiert uns ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungs-Verhältnis, Investitionssicherheit und die nötige Flexibilität, die wir uns für die Zukunft wünschen. Wir betrachten die Thin Clients von IGEL daher als die neue Generation von Endgeräten im Server Based Computing.“


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