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Sa 06 September 2008
IGEL > Branchenlösungen > Gesundheitswesen
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Gesundheit Nordhessen Holding

Der Gesundheitsreform clever begegnen

Eine funktionierende und zuverlässige IT-Infrastruktur ist insbesondere im Gesundheitswesen von großer Bedeutung. Denn eine kostenbewusste Patientenversorgung, Arbeitsorganisation und Verwaltung lassen sich nur mit Hilfe moderner EDV-Technik sicherstellen. Gleichzeitig steht man in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht zuletzt aufgrund der Auswirkungen der Gesundheitsreform vor dem Problem knapper Budgets. Diese Überlegungen waren ausschlaggebend für die Migration auf serverbasierte Computing-Architekturen mit Thin Clients bei der Gesundheit Nordhessen Holding AG.

Ein Netzwerk aus Gesundheits- und Sozialeinrichtungen für den Großraum Nordhessen zu schaffen, um Leistungen auf höchstem Qualitätsniveau unter wirtschaftlichen Bedingungen zu erbringen - dies ist das Ziel der Gesundheit Nordhessen Holding AG. Moderne Medizin und das Wohl der Gäste und Patienten haben für die über 4.000 Mitarbeiter der Holding dementsprechend höchste Priorität. Zu den Tochterunternehmen der Holding zählen momentan drei Krankenhäuser, ein Rehazentrum, eine Seniorenwohnanlage sowie eine Servicegesellschaft.
 
Zentrale Einheit des Gesundheitsverbunds ist das Klinikum Kassel. Mit einer Kapazität von 1.200 Betten, jährlich 45.000 Patienten und insgesamt 24 angegliederten Fachkliniken sowie Instituten ist die Einrichtung das größte  kommunale Krankenhaus in ganz Hessen. Das Klinikum Kassel beheimatet das zentrale Rechenzentrum der Holding. Genau hier begann im Juni 2003 eine umfangreiche Umstrukturierungsmaßnahme der gesamten  IT-Infrastruktur für alle Unternehmen und Institutionen der Holding. Die existierende Client-Server-Architektur, bestehend aus 1.000 PCs und 65 Windows-2000-Servern, wurde zugunsten einer serverbasierten Computing-Infrastruktur mit Thin Clients aus dem Hause des Bremer Herstellers IGEL Technology ersetzt. Notwendig wurde diese Maßnahme aufgrund des zu hohen Wartungs- und Support-Aufwands der Standard-PCs. Mit der 15-köpfigen EDVMannschaft konnte eine wirtschaftliche Betreuung und Verwaltung nicht mehr gewährleistet werden.

Der Kunde
  • Über 4.000 Mitarbeiter
  • 1.200 Betten, jährlich 45.000 Patienten
  • 24 angegliederte Fachkliniken
  • Größtes kommunales Krankenhaus in Hessen


Know-how und Professionalität überzeugten

Den Anstoß zur Projektumsetzung gab Andreas Weiß, Abteilungsleiter Datenverarbeitung bei der Gesundheit Nordhessen Holding AG. Bereits während einer früheren Tätigkeit in einem anderen Krankenhaus machte er Erfahrungen mit Thin Clients. Aufgrund seines positiven Eindrucks erschien ihm diese Lösung als ideal für die effiziente Neugestaltung der IT-Landschaft der Holding.


Andreas Weiß berichtet von seinen Überlegungen im Vorfeld


„Unser erklärtes Ziel war die signifikante Verringerung der Kosten für die gesamte Systembetreuung. Besonders wichtig war uns auch ein gewisses Know-how bezüglich der speziellen Anforderungen, die eine Krankenhausumgebung an die IT stellt. Ein Referendum des Klinikums Bremen Mitte konnte die Verantwortlichen zusätzlich überzeugen.“

Die Herausforderung 
  • Ersatz von 1.000 PCs und 65 Windows-2000-Servern durch eine serverbasierte Computing-Infrastruktur
  • Reduzierung des hohen Wartungs- und Support-Aufwands
  • Effiziente Neugestaltung der IT-Landschaft
  • Know-how bezüglich der speziellen Anforderungen an eine Krankenhaus-IT
  • Integration eines Chipkartenlesegeräts für Krankenversichertenkarten


„IGEL Technology besitzt im Healthcare-Bereich eine eindeutige Expertise, denn unsere Bremer Kollegen arbeiten bereits seit geraumer Zeit sehr erfolgreich mit IGEL Thin Clients“, erläutert Andreas Weiß die Entscheidung zur Zusammenarbeit mit dem Thin Client-Spezialisten. Ausschlaggebend war weiterhin der unmittelbare Kontakt zum IGEL Entwicklerteam in Augsburg. Das ermöglichte eine starke Individualisierung sowie die direkte Einflussnahme auf den Entwicklungsprozess. Nur so war gewährleistet, dass die Lösung in allen Details den besonderen Auflagen in Krankenhäusern gerecht werden konnte. Als spezielle Anforderung wurde vom nordhessischen Projektteam die Integration eines Chipkartenlesegeräts für Krankenversichertenkarten formuliert. Als einziger Thin Client-Hersteller bietet IGEL Technology hierzu eine Lösung. Für die Gesundheit Nordhessen Holding AG wurde vom Augsburger Entwicklerteam die Tastaturunterstützung mit Chipkartenlesern verwirklicht.


Beginn der Umsetzungsphase


Für die Anfangsinvestition in Server und Endgeräte war ein Budgetrahmen von 100.000 Euro vereinbart. Zunächst wurde im zentralen Rechenzentrum der Holding im Klinikum Kassel mit der Schaffung der notwendigen Voraussetzungen auf Serverseite begonnen. In Kooperation mit dem Baunataler IT-Dienstleister IT-SysTeam wurde auf Basis der vorhandenen Serverlandschaft, bestehend aus 65 Windows-2003-Servern und zehn zusätzlichen Unix- Servern, eine hochleistungsfähige Citrix Server Farm mit  12 Applikationsservern unter Windows 2000 implementiert. Im Vergleich zur Ausgangssituation konnte so eine deutlich strukturiertere Serverlandschaft geschaffen werden.

Im Anschluss daran begann eine dreimonatige Testphase, in der zunächst 300 Thin-Clients vom Typ IGEL-316 Compact aus der flexiblen und vielfältig konfigurierbaren Compact-Serie des Bremer Herstellers in Betrieb genommen wurden. Die schlanken Endgeräte kommunizieren über das ICA-Protokoll mit dem Server und eignen sich aufgrund ihrer Flexibilität insbesondere für den bedarfsgerechten Ausbau von Thin Client-Infrastrukturen. Ein weiterer Pluspunkt für die neue Lösung! Denn – wie Weiß erläutert kommt dies der stark dezentralen Struktur der Holding, welche sich über den gesamten nordhessischen Raum erstreckt, entgegen. Besonders hervorzuheben ist auch die Tatsache, dass der für die Anfangsinvestition vorgesehene Budgetrahmen von ursprünglich 100.000 Euro nicht ausgeschöpft werden musste.

Aufgrund des reibungslos verlaufenen Probebetriebs konnte kurzfristig mit der Ausweitung des Projekts begonnen werden. Als Tochterunternehmen der Holding wurde nun die Seniorenwohnanlage in das Projekt integriert und mit IGEL Thin Clients ausgestattet.


Vorteile die überzeugen

Die Migration auf Thin Client-Technologie zeigte bereits nach kurzer Zeit das erhoffte Ergebnis. Die Kombination aus serverbasierten Infrastrukturen mit Thin Clients führte zu einer deutlich optimierten Administration der Arbeitsplätze. Zuvor war die zeitraubende Vor-Ort-Betreuung ein wesentlicher Kostenfaktor. Dank der zentralen Verwaltung der Thin Clients gehört diese jetzt der Vergangenheit an. Die wirtschaftliche Betreuung der IT-Infrastruktur konnte so mit dem bestehenden 15-köpfigen Team wieder sichergestellt werden. Da die schlanken Endgeräte zudem vollständig ohne mechanisch anfällige Hardwarebestandteile wie Festplatten und Lüfter auskommen, sind sie im Allgemeinen weniger fehleranfällig. Für die IT-Landschaft der Gesundheit Nordhessen Holding AG bedeutet das eine deutlich höhere Systemverfügbarkeit und Stabilität der Anwendungen. Projektleiter Andreas Weiß zeigt sich zufrieden: „Insgesamt kann man sagen, dass wir einen etwa 80 % geringeren Administrationsaufwand verbuchen können.

Durch die Möglichkeit, Wartung und Support in unserem zentralen Rechenzentrum durchzuführen, müssen unsere Mitarbeiter nicht mehr in die jeweiligen Betriebsstätten reisen. Die neu gewonnene Zeit lässt sich jetzt effektiv für die Verwaltung der Serverlandschaft   nutzen. So können wir die Hochverfügbarkeit des gesamten Systems für alle Betriebsstätten zu jedem Zeitpunkt gewährleisten.“

Ein besonderes Highlight ist für Andreas Weiß die schnellere Verteilung der Software auf die jeweiligen Betriebsstätten. Für die dynamisch wachsende Gesundheit Nordhessen Holding AG ein entscheidendes Kriterium, wie Weiß erläutert: „Es kommen praktisch im Monatsrhythmus neue Institutionen und Einrichtungen zum Holdingverband hinzu. Deren Ausstattung mit der notwendigen IT-Infrastruktur und entsprechendem Support wäre mit der bestehenden EDV-Mannschaft unter herkömmlichen Umständen völlig unmöglich.“

Die Umsetzung 
  • 12 Applikationsserver unter Windows 2000
  • 300 IGEL-316 Compact für die Testphase
  • Kommunikation über ICA-Protokolle unterstützt dezentrale Struktur
  • Budget von 100.000 Euro weit unterschritten
  • 80 % geringerer Administrationsaufwand
  • Hochverfügbarkeit des gesamten Systems


Die Zukunft gehört dem Einsatz intelligenter Thin Clients

Derzeit befinden sich etwa 300 der schlanken IGEL Thin Clients, verteilt  auf unterschiedliche Betriebsstätten der Holding, im Einsatz. Bis zum Ende des Jahres 2006 sollen insgesamt 1.000 IGEL Thin Clients die klassischen Arbeitsplatz-PCs, bis auf einige wenige Spezialfälle, komplett abgelöst haben.

Gefragt nach seiner Einschätzung zur Entwicklung für Thin Client-Anwendungen im Healthcare-Markt, bringt Weiß seine Erfahrung auf den Punkt: „Wenn Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen ihre EDV in  Zukunft weiterhin wirtschaftlich betreiben wollen, wird an Server Based Computing mit Thin Clients kein Weg vorbeiführen.“


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