Die Betriebskrankenkasse ZF & Partner kann auf eine
lange Tradition zurückblicken. Drei Jahre nach Gründung der ZF
Friedrichshafen AG, die heute zu den führenden
Automobilzulieferkonzernen für Antriebs- und Fahrzeugtechnik zählt,
entstand die Betriebskrankenkasse zur sozialen Absicherung der
Mitarbeiter. Zum Gründungszeitpunkt verfügte die Krankenkasse über 324
Mitglieder. Aus diesen kleinen Anfängen entwickelte sich eine starke
Versicherungsgemeinschaft. Heute umfasst die BKK ZF & Partner über
62.500 Versicherte. Um allen Mitgliedern hochqualifizierte Services
bieten zu können, bedarf es einer entsprechend umfassenden und
ausgefeilten IT-Infrastruktur. Von über 110 Arbeitsplätzen an insgesamt
13 Standorten benötigen die Mitarbeiter den Zugriff auf alle relevanten
Daten.
Server Based Computing – das zentrale IT-Konzept Um
einen optimalen Datendurchsatz zu garantieren, entschied man sich für
eine so genannte Server Based Computing Architektur. Das bedeutet, dass
alle erforderlichen Daten und alle Applikationen auf zentralen Servern
vorgehalten werden. Der Zugriff erfolgt über Thin Clients, schlanke
Terminals, die genau auf die Bedürfnisse der jeweiligen Mitarbeiter
zugeschnitten sind und den Einsatz von teuren und aufwändigen PC’s
erübrigen. Vom Thin Client können sowohl Standard Office Applikationen
als auch UNIX basierende Hostanwendungen über entsprechende
Terminalserver aufgerufen und genutzt werden. Ein weiterer Vorteil der
Thin Clients liegt in der zentralen Administrierbarkeit der Endgeräte.
So lassen sich die Thin Clients über eine zentrale
Administrationskonsole überwachen und steuern. Zeitraubende
Einzelplatzadministration sollte somit der Vergangenheit angehören.
Start mit Hindernissen Doch
wie so oft wichen zunächst einmal Theorie und Praxis deutlich
voneinander ab. Die Thin Clients, die in der BKK ZF & Partner bis
zum Frühjahr 2002 eingesetzt wurden, erfüllten nicht alle Erfordernisse
hinsichtlich Administrierbarkeit und Flexibilität. Grund genug für
Andreas Hepperle, den IT-Leiter der BKK ZF & Partner einen
entsprechend leistungsfähigeren Ersatz zu suchen. Diesen fand man mit
dem Thin Client Hersteller IGEL Technology. Die deutschen Thin Client-Spezialisten überzeugten nicht nur durch eine augenscheinlich höhere
Verarbeitungsqualität, sondern auch über eine deutlich höhere
Flexibilität in allen Hardund Softwarefragen. Die Wahl fiel dabei auf
den IGEL416 Winestra Client. Das multisessionfähige Gerät ermöglichte,
dass neben dem Zugriff auf die Host-Applikationen auch alle lokalen
Anwendungen über ein Endgerät verwendet werden konnten. Die enthaltene
Terminalemulation unterstützt dabei auch die trimodale Tastatur von
Siemens, die für die optimale Nutzung der ISKV Software zur Verwaltung
und Speicherung sämtlicher Versichertendaten zwingend erforderlich ist.
Darüber hinaus stehen auch die beiden Kommunikationsprotokolle ICA
(Indedendent Communication Architecture) und RDP (Remote Desktop
Protocol) zur Verfügung. Diese sichern den reibungslosen Datenaustausch
mit den Applikationsservern unter Citrix MetaFrame und den Windows
Terminal Servern. Weiterhin ermöglicht die integrierte PCI
Schnittstelle im IGEL-416 Winestra auch den Einbau von ISDN-Karten.
Somit konnten erstmalig auch die Arbeitsplätze in den Außenstellen mit
den schlanken Rechnern ausgestattet werden.
Der Zugriff erfolgt
bequem über Remote Access Einwahl. Da zwischen Terminal und Servern
lediglich Tatstaturbefehle und Bildschirminformationen ausgetauscht
werden müssen, kann hier eine problemlose Datenkommunikation auch bei
geringer Bandbreite sichergestellt werden. Die eigentliche Rechnerlast
verbleibt auf den Servern.
Eine Investition mit Zukunft Mit
einem 300 MHz getakteten NSC Geode GX1 Prozessor, einer 4MB
Onboard-Grafik und 32 MB Arbeitsspeicher ist der IGEL Client somit
ausreichend dimensioniert und verfügt darüber hinaus über deutliche
Leistungsreserven für zukünftige Anwendungen. In einem eigenen 16 MB
Flash Speicher befindet sich die Firmware des Clients. Sie umfasst
neben dem Embedded Flash Linux weitere Softwarekomponenten. Dazu
gehören die Emulations Suite Powerterm. Das Betriebssystem lässt sich
aufgrund der Verwendung des flexiblen Flash Speicher jederzeit
erweitern oder auch austauschen, ohne dass ein tieferer Eingriff in die
Hardware erforderlich ist. Der Lebenszyklus eines Thin Clients wird
auf fünf Jahre taxiert und liegt damit wesentlich höher als der eines
vergleichbaren klassischen Arbeitsplatzcomputers.
Vertrauen ist gut. Kontrolle ist besser Ein
wesentlicher Faktor für die Einführung der IGEL Thin Clients liegt
jedoch im Administrationstool IGEL Remote Manager. Auf Basis einer SQL
Datenbank, die sämtliche Client-Einstellungen enthält, erfolgt die
zentrale Administration. Die Management-Konsole ist plattformunabhängig
in Java programmiert, so dass der Administrator nicht an einen festen
Platz gebunden ist. So lassen sich auch Gruppenprofile anlegen, die die
entsprechenden Verwaltungsabläufe deutlich vereinfachen. In wenigen
Arbeitschritten lassen sich alle einer Gruppe zugewiesenen Clients
parallel konfigurieren. Die übersichtliche Benutzeroberfläche gestattet
eine einfache Zuordnung der einzelnen Terminals und Profile. Die
Konfiguration erfolgt ebenfalls bequem über die Management Konsole. Um
jeglichem Missbrauch vorzubeugen, erfolgt die gesamte Kommunikation
zwischen Datenbank, Clients und der Management Konsole grundsätzlich
über eine SSL verschlüsselte Verbindung. Die besonders sensiblen
Verbindungen zwischen Datenbank und den Clients erfolgt darüber hinaus
zertifikatsbasiert in einer PKI (Public Key Infrastructure).
Die
Mitarbeiter der IT-Abteilung wurden durch diese Form des zentralen
Managements maßgeblich entlastet. Alle Clients sind durch ihre
einheitliche Konfiguration nahezu frei austauschbar und lassen sich so
bequem administrieren. Die jeweiligen Updates der Firmware können
bequem per FTP aus dem Internet geladen werden und anschließend über
das interne Netz auf den Endgeräten installiert werden, so dass
zeitaufwändige Einzelplatzbetreuungen nicht erforderlich sind. Auch bei
größeren Aufgaben hat sich der IGEL Remote Manager bereits hervorragend
bewährt, so erfolgte unlängst eine interne Migration auf ein neues
Rechenzentrum.
Andreas Hepperle, der IT- Leiter: „Wir haben alle
erforderlichen Anpassungen innerhalb weniger Stunden zentral
durchführen können. Eine derartige Umstellung hätte uns beim bisherigen
System auf Tage hinaus beschäftigt.“
Zugriff für alle – die Serverarchitektur Das
entsprechende Herzstück der Thin Client Installation bei der BKK ZF
& Partner bilden die Server. Insgesamt sorgen zehn Server mit dem
Windows Server 2003 Betriebsystem davon drei als Terminal Server für
die entsprechende Basis. Diese Serverfarm beinhaltet die
Domaincontroller, die File- und Archiv und Mail-Server. Die gesamte
Datenkommunikation erfolgt über Citrix MetaFrame XPa. Die Möglichkeit
zur wirkungsvollen Datenkompression sowie die gleichmäßige Verteilung
aller Ressourcen durch Load Balancing bildeten die Grundlage, auf der
die Entscheidung für Citrix MetaFrame getroffen wurde.
Es geht weiter Momentan
sind bereits 70 der insgesamt 100 Thin Client Arbeitsplätzen mit IGEL
Clients ausgestattet, ein weiterer Ausbau ist innerhalb der nächsten
Monate vorgesehen. Andreas Hepperle setzt auch weiterhin auf Server
Based Computing mit IGEL. „Für uns rechnet sich in jedem Fall die
Einführung der Thin Clients und mit IGEL haben wir einen flexiblen
Partner gefunden, der schnell und präzise auf unsere Erfordernisse
eingehen kann. Gerade in den Zeiten, in denen im Gesundheitswesen auch
bei den Verwaltungskosten gespart werden muss, gehen wir mit der Zeit
und betreuen unsere Kunden durch eine effiziente und schlanke
Infrastruktur. Der Schwerpunkt liegt bei uns auf den Dienstleistungen,
die wir unseren Kunden anbieten und nicht auf einem unangemessenen
ITÜberbau. Dies ist gelungen und diesen Weg werden wir auch in Zukunft
verfolgen.“
www.igel.com