Die Sparkasse Osnabrück blickt auf eine über 180-jährige
Erfolgsgeschichte zurück. Mit dem Zusammenschluss von Kreis- und
Stadtsparkasse Osnabrück im Mai 1997 ist die auf Privat- und
Mittelstandskunden spezialisierte Bank auf 60 Filialen mit rund 1.400
Mitarbeitern angewachsen. Mit einer effizienten Thin Client-
Architektur passt das Institut seine IT-Infrastruktur dem harten Wett
be werb in der Finanzdienstleistungsbranche an.
Der Kunde
- Sparkasse Osnabrück
- 1.400 Mitarbeiter, 60 Filialen
- 180-jährige Erfolgsgeschichte
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Thin Clients lösen OS/2- und Windows® NT -Arbeitsplätze ab
Die
strategische Entscheidung für effizientere Arbeitsplätze fiel bereits
2004. Damals kündigte der ASP-Partner FinanzIT an, zum Ende des Jahres
2006 den Support für die rund 650 bis dato betriebenen
OS/2-Arbeitsplätze einzustellen. Detlef Hohaus, verantwortlicher
DV-Mitarbeiter für die Thin Client-Migration, erinnert sich:
„Anlässlich der notwendigen Modernisierung bewerteten wir drei
Optionen: ein Upgrade des Betriebssystems von OS/2 auf Windows® XP,
eine Umstellung der bisherigen PC-Arbeitsplätze auf einen Thin
Clientähnlichen Betrieb mittels Windows® CE-CD oder die Einführung
echter Thin Clients.“ Die gemeinsame Betrachtung von Investitionskosten
und Sicherheitsaspekten sprach für die Einführung schlankerer
Endgeräte. „Thin Clients können viele gängige Risiken mit teuren
Folgekosten ausschließen, wie zum Beispiel Vireninfektionen über
bootfähige CD-ROMs oder unberechtigt installierte Anwendungen.“
Die Herausforderung
- Ersatzlösung für PCs mit OS/2 und Windows® NT
- Minimierung der Updatezeiten
- Hohe Verfügbarkeit bei geringen Investitionen
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Vorbereitung der MigrationIn einer ersten
Testphase bewertete Detlef Hohaus unterschiedliche Thin Client-Modelle.
„Wir entschieden uns zunächst für ein Gerät eines amerikanischen
Herstellers. Kurz vor dem Roll-out stellten wir jedoch Probleme beim
Drucken fest und machten im Verlauf schlechte Erfahrungen mit dem
Support. Es dauerte zwei Wochen, ehe der Anbieter den Fehler eingestand
und nochmals zwei Wochen bis das Problem behoben wurde. In der
Zwischenzeit überzeugte uns der deutsche Hersteller IGEL mit einem
ausgereiften Produkt.“ Das Linux-basierte IGEL-Modell der Compact
LX-Reihe entsprach laut Detlef Hohaus außerdem noch besser den
Sicherheitsanforderungen der Sparkasse: „Alle Schnittstellen nach außen
wie zum Beispiel USB-Ports und angeschlossene CD-ROM-Laufwerke lassen
sich deaktivieren. Außerdem installiert Linux im Gegensatz zu Windows®
nicht ungefragt Standardnetzwerktreiber, die Schadprogrammen den
Zugriff auf das Netzwerk ermöglichen.“ Einen weiteren Anreiz zum
kurzfristigen Wechsel des Lösungspartners bot laut Detlef Hohaus die im
Lieferumfang enthaltene Administrationslösung. „Die IGEL Remote
Management Suite beinhaltet eine komfortable Einzelgeräte- und
Gruppenverwaltung und zahlreiche Deploymenttools, welche unsere
Implementierungsphase maßgeblich verkürzten.“
Roll-out: über 500 Geräte in vier WochenDie
erste Phase des Roll-outs begann im September 2005. Um eine möglichst
reibungsfreie Umstellung für die Anwender zu gewährleisten, wurden die
OS/2-Arbeitsplätze zunächst mittels Citrix-ICA-Client Software auf
einen Thin Client-ähnlichen Betrieb umgestellt. Nach einer
entsprechenden Mitarbeiterschulung nutzten alle Anwender/-innen
ausschließlich die ICA-Verbindung zur Citrix-Serverfarm der Sparkasse.
Die spätere Einführung der Thin Clients stellte danach lediglich eine
physische Veränderung für die Mitarbeiter/-innen dar. In nur vier
Wochen installierte Detlef Hohaus mit nur drei weiteren DV-Mitarbeitern
513 IGEL Thin Clients in den 60 Filialen der Sparkasse Osnabrück. „Die
größte Herausforderung bestand darin, den über die Zeit entstandenen
Kabelsalat unter den Schreibtischen zu beseitigen“, scherzt Detlef
Hohaus und beschreibt den Implementierungsablauf: „Mit Hilfe der
Managementsoftware erstellten wir zunächst alle Benutzer- und
Geräteprofile und wiesen diese gemeinsam mit den DNS-Informationen den
Endgeräten zu. Nach dem physischen Anschluss holen sich die IGEL Thin
Clients per DHCP-Server automatisch die entsprechenden User- und
Standortinformationen. Die reine Umbauzeit vom PC- zum Thin
Client-Arbeitsplatz beträgt somit lediglich fünf Minuten.“ Nach den
Filialen folgte die Umstellung der Abteilungen des Haupthauses. „Die
Kassenhalle haben wir an einem Tag vor Dienstbeginn umgestellt, aktuell
modernisieren wir die Stabsabteilung.“
Die Lösung
- 700 IGEL Thin Clients (rascher Roll-out)
- Buddy Update senkt Aktualisierungszeiten
- Gerätekonsolidierung durch Print-Serverfunktion
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Dauerhafte Entlastung
Mit Einführung der Thin
Client-Umgebung hat sich nicht nur die Verwaltung der Benutzerprofile,
sondern auch die Aktualisierung der Arbeitsplatzumgebung vereinfacht.
„Früher führten wir zweimal im Jahr ein sog. CX4-Release durch, um alle
Arbeitsplätze der Filialen zu aktualisieren. Das dauerte jeweils bis zu
drei Wochen. Heute sind die Applikationen von der FinanzIT gemietet, so
dass diese Kosten weggefallen. Thin Client-Updates erfolgen nachts.“
Möglich macht das die so genannte Buddy Update-Funktion der IGEL
Managementsoftware. Ein beliebiger Thin Client einer Arbeitsgruppe
agiert dabei als automatischer Update-Server für alle gleichen Modelle
im Netzwerk. Zur Entlastung der Administratoren müssen keine Images auf
einem FTP-Server abgelegt werden und das Datenaufkommen beim Update
wird drastisch
reduziert. „Um die Firmware sämtlicher Thin Clients
zu aktualisieren, benötigen wir insgesamt nur noch zwei statt vier
Nächte“, berichtet Hohaus.
Sowohl beim Update der Firmware, als auch
im täglichen Betrieb verzeichnet die Sparkasse Osnabrück einen
vergleichsweise starken Rückgang der Bandbreitenauslastungen im Netz:
„Die für die früheren Auslastungen ausgelegten Bandbreiten von
mindestens 2 MBit/s sind für die neue Server Based
Computing-Architektur überdimensioniert, da Endgeräte und
Terminalserver mehrheitlich nur Bildschirm- und Steuerungsdaten
austauschen. Dieser reduzierte Datenaustausch führte vor allem bei
Lotus Notes zu einem deutlichen Performancegewinn. Ungeachtet dessen
haben wir die Perspektive, die Bandbreite zu reduzieren.“
Mehrwert durch Digital ServicesWeitere
Einsparungen ergeben sich durch den im Vergleich zu den PCs um bis zu
80 Prozent geringeren Stromverbrauch der lüfter- und laufwerklosen Thin
Clients sowie durch die Dauer zur Fehlerbehebung. „Ein OS/2-Platz
benötigte nach einem Stromausfall zwischen 15 und 30 Minuten für das
Ausführen des Checkdisk-Programms, ehe er wieder einsatzfähig war. Die
IGEL Thin Clients sind nach maximal einer Minute betriebsbereit.
Defekte Geräte tauschen wir kurzerhand aus. Ich kann unseren Anwendern
heute garantieren, dass binnen vier Stunden an jedem Ort unseres
Filialnetzes ein Ersatzgerät installiert ist.“
Alles in allem haben
sich die Administrationskosten bei der Sparkasse Osnabrück um etwa 50
Prozent reduziert. Mehrwertdienste, so genannte Digital Services,
verstärken den Spareffekt: So bietet beispielsweise jeder IGEL Thin
Client auch eine integrierte Printserver-Funktion als Alternative zur
Anschaffung neuer Druckserver. Detlef Hohaus nutzt dieses Feature, um
lokal angeschlossene Drucker innerhalb des Thin Client-Pools verfügbar
zu machen. Ein weiteres Beispiel für einen solchen Zusatzdienst liefert
die integrierte Emulationssoftware PowerTerm: Im Falle einer längeren
Unterbrechung der Verbindung zur Osnabrücker Serverfarm der Sparkasse
erlaubt die Terminalemulation den Bankangestellten den direkten
Zugriff auf den in Hannover gehosteten Mainframe-Rechner vom Typ
IBM-3270 und damit die Arbeit auf den darauf laufenden Kernanwendungen.
Ausweitung der Thin Client-InfrastrukturBislang
hat Detlef Hohaus etwa 700 Thin Clients in Betrieb genommen. Es
verbleiben einige PCs für spezifische Applikationen, die nicht auf der
Serverfarm abzubilden sind. Langfristig will die Sparkasse Osnabrück
diese Zahl auf etwa 100 PCs senken. Die aktuelle Modellgeneration
IGEL-3210 LX Compact soll dazu einen Beitrag leisten: „Die um 25
Prozent höhere Prozessorleistung der neuen Geräte unterstützt unser
Bestreben, immer mehr Anwendungen via Thin Client bereitzustellen.
Zudem bietet auch die FinanzIT immer mehr Anwendungen in einer
Terminalserverversion an. So ist inzwischen auch eine Migration der
Kassenanwendungen auf Thin Clients möglich. Dasselbe gilt für die
Kreditberatung im Backoffice-Bereich. Sobald die PCs dort abgeschrieben
sind, rüsten wir um, bei aufwändigen Reparaturfällen sogar früher“,
berichtet Detlef Hohaus. „Die IGEL-Lösung ist für uns zum
Wettbewerbsvorteil geworden, denn letztendlich profitieren unsere
Kunden von der hohen Verfügbarkeit unserer Arbeitsplätze.“
www.igel.com