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Fr 08 August 2008
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Sparkasse Osnabrück

Die Sparkasse Osnabrück migriert von OS/2 und Windows® NT


Die Sparkasse Osnabrück blickt auf eine über 180-jährige Erfolgsgeschichte zurück. Mit dem Zusammenschluss von Kreis- und Stadtsparkasse Osnabrück im Mai 1997 ist die auf Privat- und Mittelstandskunden spezialisierte Bank auf 60 Filialen mit rund 1.400 Mitarbeitern angewachsen. Mit einer effizienten Thin Client- Architektur passt das Institut seine IT-Infrastruktur dem harten Wett be werb in der Finanzdienstleistungsbranche an.


Der Kunde
  • Sparkasse Osnabrück
  • 1.400 Mitarbeiter, 60 Filialen
  • 180-jährige Erfolgsgeschichte


Thin Clients lösen OS/2- und Windows® NT -Arbeitsplätze ab 
Die strategische Entscheidung für effizientere Arbeitsplätze fiel bereits 2004. Damals kündigte der ASP-Partner FinanzIT an, zum Ende des Jahres 2006 den Support für die rund 650 bis dato betriebenen OS/2-Arbeitsplätze einzustellen. Detlef Hohaus, verantwortlicher DV-Mitarbeiter für die Thin Client-Migration, erinnert sich: „Anlässlich der notwendigen Modernisierung bewerteten wir drei Optionen: ein Upgrade des Betriebssystems von OS/2 auf Windows® XP, eine Umstellung der bisherigen PC-Arbeitsplätze auf einen Thin Clientähnlichen Betrieb mittels Windows® CE-CD oder die Einführung echter Thin Clients.“ Die gemeinsame Betrachtung von Investitionskosten und Sicherheitsaspekten sprach für die Einführung schlankerer Endgeräte. „Thin Clients können viele gängige Risiken mit teuren Folgekosten ausschließen, wie zum Beispiel Vireninfektionen über bootfähige CD-ROMs oder unberechtigt installierte Anwendungen.“


Die Herausforderung
  • Ersatzlösung für PCs mit OS/2 und Windows® NT
  • Minimierung der Updatezeiten
  • Hohe Verfügbarkeit bei geringen Investitionen


Vorbereitung der Migration
In einer ersten Testphase bewertete Detlef Hohaus unterschiedliche Thin Client-Modelle. „Wir entschieden uns zu­nächst für ein Gerät eines amerikanischen Herstellers. Kurz vor dem Roll-out stellten wir jedoch Probleme beim Drucken fest und machten im Verlauf schlechte Erfahrungen mit dem Support. Es dauerte zwei Wochen, ehe der Anbieter den Fehler eingestand und nochmals zwei Wochen bis das Problem behoben wurde. In der Zwischenzeit überzeugte uns der deutsche Hersteller IGEL mit einem ausgereiften Produkt.“ Das Linux-basierte IGEL-Modell der Compact LX-Reihe entsprach laut Detlef Hohaus außerdem noch besser den Sicherheitsanforderungen der Sparkasse: „Alle Schnittstellen nach außen wie zum Beispiel USB-Ports und angeschlossene CD-ROM-Laufwerke lassen sich deaktivieren. Außerdem installiert Linux im Gegensatz zu Windows® nicht ungefragt Standardnetzwerktreiber, die Schadprogrammen den Zugriff auf das Netzwerk ermöglichen.“ Einen weiteren Anreiz zum kurzfristigen Wechsel des Lösungspartners bot laut Detlef Hohaus die im Lieferumfang enthaltene Administrationslösung. „Die IGEL Remote Management Suite beinhaltet eine komfortable Einzelgeräte- und Gruppenverwaltung und zahlreiche Deploymenttools, welche unsere Implementierungsphase maßgeblich verkürzten.“

Roll-out: über 500 Geräte in vier Wochen
Die erste Phase des Roll-outs begann im September 2005. Um eine möglichst reibungsfreie Umstellung für die Anwender zu gewährleisten, wurden die OS/2-Arbeitsplätze zunächst mittels Citrix-ICA-Client Software auf einen Thin Client-ähnlichen Betrieb umgestellt. Nach einer entsprechenden Mitarbeiterschulung nutzten alle Anwender/-innen ausschließlich die ICA-Verbindung zur Citrix-Serverfarm der Sparkasse. Die spätere Einführung der Thin Clients stellte danach lediglich eine physische Veränderung für die Mitarbeiter/-innen dar. In nur vier Wochen installierte Detlef Hohaus mit nur drei weiteren DV-Mitarbeitern 513 IGEL Thin Clients in den 60 Filialen der Sparkasse Osnabrück. „Die größte Herausforderung bestand darin, den über die Zeit entstandenen Kabelsalat unter den Schreibtischen zu beseitigen“, scherzt Detlef Hohaus und beschreibt den Implementierungsablauf: „Mit Hilfe der Managementsoftware erstellten wir zunächst alle Benutzer- und Geräteprofile und wiesen diese gemeinsam mit den DNS-Informationen den Endgeräten zu. Nach dem physischen Anschluss holen sich die IGEL Thin Clients per DHCP-Server automatisch die ent­sprechenden User- und Standortinformationen. Die reine Umbauzeit vom PC- zum Thin Client-Arbeitsplatz beträgt somit lediglich fünf Minuten.“ Nach den Filialen folgte die Um­stellung der Abteilungen des Haupthauses. „Die Kassenhalle haben wir an einem Tag vor Dienstbeginn umgestellt, aktuell modernisieren wir die Stabsabteilung.“


Die Lösung
  • 700 IGEL Thin Clients (rascher Roll-out)
  • Buddy Update senkt Aktualisierungszeiten
  • Gerätekonsolidierung durch Print-Serverfunktion


Dauerhafte Entlastung
Mit Einführung der Thin Client-Umgebung hat sich nicht nur die Verwaltung der Benutzerprofile, sondern auch die Aktualisierung der Arbeitsplatzumgebung vereinfacht. „Früher führten wir zweimal im Jahr ein sog. CX4-Release durch, um alle Arbeitsplätze der Filialen zu aktualisieren. Das dauerte jeweils bis zu drei Wochen. Heute sind die Applikationen von der FinanzIT gemietet, so dass diese Kosten weggefallen. Thin Client-Updates erfolgen nachts.“ Möglich macht das die so genannte Buddy Update-Funktion der IGEL Managementsoftware. Ein beliebiger Thin Client einer Arbeitsgruppe agiert dabei als automatischer Update-Server für alle gleichen Mo­delle im Netzwerk. Zur Entlastung der Administratoren müssen keine Images auf einem FTP-Server abgelegt werden und das Datenaufkommen beim Update wird drastisch
reduziert. „Um die Firmware sämtlicher Thin Clients zu aktualisieren, benötigen wir insgesamt nur noch zwei statt vier Nächte“, berichtet Hohaus.
Sowohl beim Update der Firmware, als auch im täglichen Betrieb verzeichnet die Sparkasse Osnabrück einen vergleichsweise starken Rückgang der Bandbreitenauslastungen im Netz: „Die für die früheren Auslastungen ausgelegten Bandbreiten von mindestens 2 MBit/s sind für die neue Server Based Computing-Architektur überdimensioniert, da Endgeräte und Terminalserver mehrheitlich nur Bildschirm- und Steuerungsdaten austauschen. Dieser reduzierte Datenaustausch führte vor allem bei Lotus Notes zu einem deutlichen Performancegewinn. Ungeachtet dessen haben wir die Perspektive, die Bandbreite zu reduzieren.“

Mehrwert durch Digital Services
Weitere Einsparungen ergeben sich durch den im Vergleich zu den PCs um bis zu 80 Prozent geringeren Stromverbrauch der lüfter- und laufwerklosen Thin Clients sowie durch die Dauer zur Fehlerbehebung. „Ein OS/2-Platz benötigte nach einem Stromausfall zwischen 15 und 30 Minuten für das Ausführen des Checkdisk-Programms, ehe er wieder einsatzfähig war. Die IGEL Thin Clients sind nach maximal einer Minute betriebsbereit. Defekte Geräte tauschen wir kurzerhand aus. Ich kann unseren Anwendern heute garantieren, dass binnen vier Stunden an jedem Ort unseres Filialnetzes ein Ersatzgerät installiert ist.“
Alles in allem haben sich die Administrationskosten bei der Sparkasse Osnabrück um etwa 50 Prozent reduziert. Mehrwertdienste, so genannte Digital Services, verstärken den Spareffekt: So bietet beispielsweise jeder IGEL Thin Client auch eine integrierte Printserver-Funktion als Alternative zur Anschaffung neuer Druckserver. Detlef Hohaus nutzt dieses Feature, um lokal angeschlossene Drucker innerhalb des Thin Client-Pools verfügbar zu machen. Ein weiteres Beispiel für einen solchen Zusatzdienst liefert die integrierte Emul­ationssoftware PowerTerm: Im Falle einer längeren Un­terbrechung der Verbindung zur Osnabrücker Serverfarm der Spar­kasse erlaubt die Terminalemulation den Bankangestell­ten den direkten Zugriff auf den in Hannover gehosteten Mainframe-Rechner vom Typ IBM-3270 und damit die Arbeit auf den darauf laufenden Kernanwendungen.

Ausweitung der Thin Client-Infrastruktur
Bislang hat Detlef Hohaus etwa 700 Thin Clients in Betrieb genommen. Es verbleiben einige PCs für spezifische Applikationen, die nicht auf der Serverfarm abzubilden sind. Langfristig will die Sparkasse Osnabrück diese Zahl auf etwa 100 PCs senken. Die aktuelle Modellgeneration IGEL-3210 LX Compact soll dazu einen Beitrag leisten: „Die um 25 Prozent höhere Prozessorleistung der neuen Geräte unterstützt unser Bestreben, immer mehr Anwendungen via Thin Client bereitzustellen. Zudem bietet auch die FinanzIT immer mehr Anwendungen in einer Terminalserverversion an. So ist inzwischen auch eine Migration der Kassenanwendungen auf Thin Clients möglich. Dasselbe gilt für die Kreditberatung im Backoffice-Bereich. Sobald die PCs dort abgeschrieben sind, rüsten wir um, bei aufwändigen Reparaturfällen sogar früher“, berichtet Detlef Hohaus. „Die IGEL-Lösung ist für uns zum Wettbewerbsvorteil geworden, denn letztendlich profitie­ren unsere Kunden von der hohen Verfügbarkeit unserer Arbeitsplätze.“


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