Emulation von Textterminals Zugriff auf Multimedia-Anwendungen und -Daten Automatisierte Datenerfassung Web-Zugriff Server-basierter Windows-Zugriff home Telekommunikation RP-Zugriff Java X Windows Drucken Document Reader Web Services
Fr 08 August 2008
IGEL > Branchenlösungen > Gesundheitswesen
Teststellung
Möchten Sie selbst erfahren, wie einfach IGEL Thin Clients zu konfigurieren und zu verwalten sind? Fordern Sie noch heute Ihre Teststellung an.
Ich interessiere mich für eine Teststellung »
Pressemitteilungen
Lesen Sie unsere aktuellen Pressemitteilungen.

Zu den Pressemitteilungen »
Management Team

IGEL verfügt über ein sehr erfahrenes und innovatives Führungsteam.

Das Management Team stellt sich vor »


Zentralkrakenhaus Sankt-Jürgen-Straße

Thin Clients mit Glasfaser und Chipkartenlesegerät

Im Bremer Zentralkrankenhaus Sankt-Jürgen-Straße lösen Linux-basierte Thin Clients von Igel die bisherige PC-lastige Infrastruktur ab. Neben Anforderungen des Datenschutzes waren die Netzanbindung via Glasfaser sowie die Integration von Chipkartenlesegeräten zu bewältigen.

Das Zentralkrankenhaus Sankt-Jürgen-Straße ist das größte Krankenhaus in Bremen und bietet eine umfassende medizinische, pfegerische und psychosoziale Versorgung in allen Fachbereichen. Rund 400 Ärztinnen und Ärzte sowie ein 1400 Köpfe starkes Pfegepersonal kümmern sich jährlich um circa 42 500 stationäre und 60 000 ambulante Patienten. In einer großzügig angelegten dezentralen Bauweise erstreckt sich das Krankenhaus mit seinen 1166 Betten auf einer Fläche von rund 240 000 m2. Durch die große Zahl von Kliniken und Instituten benötigen die Bremer eine komplexe IT-Infrastruktur. Im Zentrum des Glasfasernetzwerks steht eine Windows-2000-Serverfarm mit sechs Applikationsservern, die den Arbeitsplätzen mit Citrix Metaframe den Zugriff auf SAP R/3, Office und diverse Branchensoftware ermöglicht. Dazu kommen zwei gespiegelte SANSpeicher, zwei SAP-Server, Domainund Exchange-Server und verschiedene Unix-Server beispielsweise im Laborbereich. Seit der Umstellung von Windows for Workgroups und NT auf eine serverzentrierte Struktur mit Citrix Metaframe im Jahr 1999 werden die Arbeitsplatzrechner konsequent auf Thin Clients umgestellt. Zentraler Nervenstrang des Krankenhauses ist ein FDDI-Backbone mit 100Mbps Datendurchsatz. Von dem Ring aus achtfaserigem 62,5-μm-Glasfaserkabel gehen an Übergabepunkten (DAS, Dual Attachment Station) Leitungen zu elf Kliniken und Verwaltungseinheiten ab, ebenso zur Serverfarm mit elf Servern, zum Router für den Internetzugang und die VPN-Verbindung zu den anderen Bremer Krankenhäusern sowie zum ISDN-Router der Telefonanlage. Innerhalb der einzelnen Gebäudenetze sind die Arbeitsplatzrechner mit 10-Mbps-Lichtwellenleitern an Hubs und Switches angeschlossen und über einen Router mit dem Backbone verbunden. Neben den sechs Windows-2000-Servern mit je drei bis vier Prozessoren und Arbeitsspeicher im Gigabyte-Bereich, die mit Citrix Metaframe als Applikationsserver dienen, dominieren zwei große Sun-Maschinen (E450 und E5500) als SAP/R3-Server die IT-Landschaft des Bremer Krankenhauses. In der Dokumentation und Verwaltung von Patientendaten arbeiten über 1500 Anwender mit verschiedenen SAPBranchenkomponenten wie IS-H und ISH* MED. Diese werden durch weitere Software ergänzt, beispielsweise zur Diagnoseverschlüsselung nach dem internationalen ICD-10-Schlüssel. Der Laborbereich und die Radiologie arbeiten parallel auf Unix-Applikationen – hier sind DEC-Server im Einsatz.


Schlanke Arbeitsplätze als Zielvorgabe

Es sollte im Krankenhaus Sankt-Jürgen- Straße möglichst keine PCs mehr als Arbeitsplätze geben, da der Verwaltungsaufwand zu hoch ist und sich mit einer zehnköpfigen EDV-Abteilung für 3500 Mitarbeiter kaum zufrieden stellend bewältigen lässt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Administratoren auf Grund der weitläufigen Anlage des Krankenhauses teilweise 15 Minuten Fußmarsch zurücklegen müssen, um einen einzelnen Rechner zu erreichen. Neben der leichteren Administrierbarkeit lieferte der Datenschutz ein wichtiges Argument für Thin Clients, da sich sensible Daten an Rechnern ohne Floppy- Laufwerk nicht kopieren lassen. Vor rund zwei Jahren begannen die Bremer mit der Umstellung auf Thin Clients mit den ersten 150 Siemens Scovery. Eine Forderung für die Arbeitsplätze auf den Stationen war die Integration eines Lesegerätes für die Krankenversicherungschipkarten der Patienten. Die damalige Lösung fiel aber nicht zur Zufriedenheit der Verantwortlichen aus: Sie war kompliziert, viel zu langsam und sehr teuer. Dabei handelte es sich um eine ‘umgebogene’ Lösung zur Zugangskontrolle per Chipkarte (Produktname Transon), die einen Transon-Server voraussetzt. Mangels Clusterfähigkeit der Serversoftware ist dessen Verfügbarkeit begrenzt. Darüber hinaus waren die im Flash-Speicher der Citrix-Clients hinterlegten Signaturen in regelmäßigen Abständen zu aktualisieren.

Igel-Thin-Clients waren nicht nur mit integrierter Fibre-Optic- Karte erhältlich, sondern dass sich auch das Problem mit den Versicherungskarten zufrieden stellend lösen ließ: Schon einen Monat nach der Anfrage präsentierte Melchers ein Gerät mit einem in die Tastatur integrierten Chipkartenlesegerät. Hier zeigte sich der Vorteil des eingesetzten Betriebssystems Igel Flash Linux, das das Augsburger Entwicklerteam des Herstellers nach Bedarf anpassen kann. Der Kasten ‘Fit fürs Krankenhaus’ zeigt, wie Melchers die Unterstützung der Cherry- Tastatur G80-1501 HAD mit Chipkartenleser verwirklichte.

Angenehmer Nebeneffekt: die Igel-Lösung beschleunigt den Einlesevorgang im Vergleich zu den Siemens-Geräten um den Faktor vier bis fünf. Igel Flash Linux basiert auf dem Linux Kernel 2.4.17. Das Betriebssystem ist stark komprimiert auf dem Flash-Memory des Thin Client gespeichert und bootet von dort. Neben den Standardprotokollen ICA 6.2 und RDP ist die Powerterm-Emulations-Suite von Ericom integriert, die das Arbeiten auf einer ganzen Reihe von Legacy- Host-Systemen erlaubt. Damit eignen sich die Igel beispielsweise als Desktop für IBM- oder Siemens-Terminalanwendungen. Für webbasierende Applikationen stehen verschiedene Browser wie Netscape Communicator, Konqueror, Mozilla oder Opera inklusive Java Virtual Machine zur Auswahl. Den Entwicklern bietet das Betriebssystem vor allem große Freiheiten bei der Integration von Hardwaretreibern, wie in diesem Fall für 3Coms Glasfaserkarte 3C900B FL/ST und die Spezialtastatur von Cherry.


EDV-Abteilung entlastet


Die Entscheidung fiel klar zu Gunsten von Igel aus, und im Januar 2002 wurden die ersten 100 Igel-532-Premium mit Kartenlesetastatur installiert. Mittlerweile sind 440 Geräte in der Verwaltung, auf den Stationen, im Laborbereich und teilweise im OP-Umfeld im Einsatz. Insgesamt wurden bisher 766 Arbeitsplätze mit Thin Clients ausgestattet. Der Anteil von Fat Clients liegt nur noch zwischen 10 und 15 Prozent. Neben den offensichtlichen Vorteilen der einfachen Verwaltung der Thin Clients mit der im Lieferumfang enthaltenen Administrationssoftware und den Sicherheitsaspekten zeigte sich ein weiterer positiver Aspekt im Zusammenhang mit den Netzdruckern. Ein Nachteil eines Glasfasernetzes sind die hohen Kosten für die Anschlüsse. Für eine Netzanschlussdose muss man rund 600 c veranschlagen. Die Tatsache, dass die Thin Clients gleichzeitig als Printserver dienen, spart dem Krankenhaus daher viel Geld. Sowohl aus Windows NT und SAP als auch aus Linux und Unix heraus kann direkt gedruckt werden. Für das DEC-Unix im Laborbereich wird dabei Berkeley-Spool verwendet. Noch ist die Ausstattung des Zentralkrankenhauses Sankt-Jürgen-Straße mit Igel Thin Clients nicht abgeschlossen, die Ablösung weiterer PCs ist erklärtes Ziel der EDV-Abteilung. Auch bei weiteren geplanten Anwendungen lassen sich Thin Clients einsetzen. So wurde gerade eine Barcodelösung im OP und die Integration eines Prüfkoffers erfolgreich abgeschlossen. Derzeit prüft man die Integration von Blutanalysegeräten auf den Stationen. Um bei den Thin Clients eine Mischinstallation zu vermeiden und alle Geräte gemeinsam administrieren zu können, erhalten die noch im Einsatz befindlichen rund 200 Siemens-Scoverys derzeit ein Update. Mit einem speziell angepassten KernelImage in ihrem Compact-Flash-ROM laufen diese ebenfalls mit Igel Flash Linux. Auf diesem Wege funktioniert die spezielle Lösung für die Chipkartentastatur auch mit den alten Geräten.


Fazit

Auf Grund der Erfahrungen mit der Lösung im Bremer Zentralkrankenhaus Sankt- Jürgen-Straße sollten Krankenhäuser erwägen, ihre PC-Arbeitsplätze so weit wie möglich auf Thin Clients umzustellen. Zumindest bei Standardanwendungen wird man um Serverbased-Computing nicht herumkommen, will man den Administrationsaufwand für das Netz senken und durch sichere, robuste Arbeitsplatzrechner unnötige Verzögerungen vermeiden.


www.igel.com

© 2008 Copyright IGEL Technology - Hinweise zum Datenschutz - AGB - Impressum - Sitemap