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Wed 20 August 2008
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Stadtbibliothek Duisburg

Die Stadtbibliothek Duisburg setzt auf Thin Clients zur ressourcenschonenden Bereitstellung von Recherche- und Internetarbeitsstationen

Die am häufigsten frequentierte Bildungsund Kultureinrichtung Duisburgs ist seine Stadtbibliothek. Jedes Jahr nutzen mehr als 150.000 Menschen den Verband aus einer Zentralbibliothek, sechs größeren Bezirksbibliotheken, sieben kleineren Stadtteilbibliotheken und zwei Bücherbussen zur Auswahl aus einem reichhaltigen Repertoire an Wissensgebieten mit knapp 800.000 Medieneinheiten. Mit Hilfe der verschiedenen Standorte will man jetzt auch die flächendeckende Einführung des Internets für alle Bevölkerungsschichten vorantreiben. Zu diesem Zweck gehören zeitgemäße Internetarbeitsstationen sowie begleitende und zielgruppenorientierte Schulungen für den praktischen Umgang mit dem neuen Medium heute wie selbstverständlich zum Dienstleistungsangebot der Stadtbibliothek Duisburg.


Einfache und sichere Arbeitsplätze

Die technologische Grundlage für die meisten Internetarbeitsstationen bilden die Thin Clients des deutschen Herstellers IGEL Technology. Rund 90 Modelle der kompakten und leicht zu bedienenden Arbeitsstationen befinden sich aktuell in den Räumen der Stadtbibliotheken und erleichtern den Bürgerinnen und Bürgern aus Stadt und Region die Bibliotheks- und Internetrecherche. Die Stadtbibliothek ersetzt ihre vorhandenen Recherche- PCs nach und nach durch die kostengünstigeren und leichter zu wartenden Thin Clients. „Eines der wichtigsten Kriterien für die Herstellerauswahl waren Robustheit und Anwenderfreundlichkeit,“ erklärt Jochen Ebert, Netzwerkadministrator bei der Stadtbibliothek Duisburg. „Aufgrund der hohen Nutzerzahlen sollten die Thin Clients besonders störungsunempfindlich sein und den Nutzern wenig Angriffsfläche für Manipulationen bieten. Um sowohl mögliche Fehlbedienungen und nachfolgende Wartungskosten möglichst auszuschließen als auch unkontrolliertem Datenwildwuchs von vorne herein einen Riegel vorzuschieben, dürfen die in der Stadtbibliothek eingesetzten Thin Clients weder Disketten- noch CD-ROM-Laufwerke enthalten. Die Gefahr durch Computerviren oder unbefugte Nutzung der bereitgestellten Daten, wäre nach Jochen Ebert einfach zu groß.


Zentrale Administrierbarkeit spart Kosten

1999 wurde die IT-Struktur der Stadtbibliotheken im Zuge der Einführung eines neuen Bibliotheksverfahrens und der anstehenden Jahr - 2000 - Problematik grundlegend überarbeitet. Aktuell ist eine Server-Based Computing Architektur mit drei Terminal-Servern, einem Server für CD-Images und insgesamt 250 Arbeitsplätzen installiert. Als Betriebssystem auf der Serverseite wird Windows 2000 Terminal Edition und Citrix MetaFrame 1.8 eingesetzt. Die Kommunikation mit den Thin Clients erfolgt über das Standardprotokoll ICA. Zunächst wurden ausschließlich PCs mit einer entsprechenden Clientsoftware eingesetzt. Ein gewichtiges Argument für den Einsatz der Thin Clients war die zentrale Administrierbarkeit und die im Vergleich zu Arbeitsplatz-PCs niedrigen Wartungskosten. Jochen Ebert hierzu: „Die verwendeten IGEL-Clients kommen gänzlich ohne mechanische Teile wie Lüfter oder Laufwerke aus und sind daher wesentlich langlebiger. Die zentrale Administrierbarkeit der Thin Clients sichert uns noch zusätzliche Kostensenkungspotenziale. So lassen sich die Clients beispielsweise binnen Minuten über ein einfaches Firmware-Upgrade auf den neuesten Betriebssystem- und Softwarestand bringen.“


Surfen ohne Grenzen

Neben den Empfehlungen des mit der ITUmstrukturierung beauftragten IT-Dienstleisters H&H war die reichhaltige Softwareausstattung der IGEL Thin Clients bedeutend für die Entscheidung zu Gunsten des deutschen Herstellers. Die heute mehrheitlich genutzten Client-Modelle IGEL-532 Premium und IGEL-596 Premium Plus verfügen standardmäßig über einen integrierten Internet- Browser. Dieses für die Stadtbibliothek Duisburg zentrale Feature sorgt in erster Linie dafür, die vorhandenen Netzwerkressourcen zu schonen. Bei zentraler Vorhaltung der Webanwendungen auf dem Applikationsserver würde der häufige, simultane Aufruf die Netzwerkbandbreite unnötig belasten. Das besonders leistungsstarke IGEL-596 Premium Plus entlastet darüber hinaus die Ressourcen durch die Integration der SUN Java Runtime Environment und oft verwendeter Plug-Ins wie Flash-Player, Adobe- PDF-Reader und Real-Player.


Zukunftssicherheit und Einsatzflexibilität

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Modellauswahl bildete das den Thin Clients zugrunde liegende Betriebssystem. Unter Lizenzgesichtspunkten erweisen sich die IGELClients mit selbst entwickelten IGEL Embedded Flash Linux als wesentlich kostengünstiger als vergleichbare Windows CE- oder XP-basierte Thin Clients. Darüber hinaus bieten die gewählten IGELModelle eine Vielzahl zusätzlicher Funktionalitäten. Das auf einer Compact Flash Karte abgespeicherte Betriebssystem ist plattformunabhängig und lässt sich durch simples Austauschen oder ein zentrales Upgrade jederzeit aktualisieren. Auf diese Weise 5 lassen sich auch heterogene Systemlandschaften homogenisieren und zukunftssicher weiter betreiben. Die Kompatibilität der Thin Clients zur verwendeten Serverplattform hängt jedoch nicht vom Client-Betriebssystem ab, sondern speziell auch von den integrierten Kommunikationsprotokollen wie Citrix ICA, Microsoft RDP oder X-Windows. Sie ermöglichen den Austausch der Daten zwischen Client und Server und garantieren den reibungslosen Betrieb in unterschiedlichen Serverumgebungen.


Schneller Ausbau im Plug & Play-Verfahren

Die momentane IT-Planung der Stadtbibliothek sieht die Anschaffung von zwanzig weiteren Thin Clients vor. Damit wären knapp die Hälfte der 250 PCArbeitsplätze durch die kompakten und unanfälligen Thin Clients ersetzt. Langfristig ist geplant, auch sämtliche PC-Arbeitsplätze der Mitarbeiter durch die Thin Client Technologie zu ersetzen. Hohe Implementierungskosten brauchen die Verantwortlichen dabei nicht zu fürchten. Bereits 1999 hatte der IT-Dienstleister H&H die ersten 23 IGEL Thin Clients innerhalb einer Woche betriebsbereit installiert. Spezielle Server- Einstellungen waren dabei nicht erforderlich. Lediglich am Browser wurden spezifische Anpassungen vorgenommen, wie beispielsweise die Übersetzung der Oberfläche vom Englischen ins Deutsche sowie die Konfiguration der täglichen „Säuberung“ der von den Bibliotheksnutzern gespeicherten Favoriten. „Von diesen kundenspezifischen Modifikationen abgesehen, lassen sich die IGEL-Modelle buchstäblich im Plug & Play-Verfahren anschließen.
Kompatibilitätsprobleme gab es nicht,“ kommentiert Jochen Ebert seine Erfahrungen seit Einführung der ersten IGEL Thin Clients. „Die vergangenen vier Jahre haben gezeigt, dass die Thin Clients exakt auf unsere Anforderungen abgestimmt sind. Unsere hohen Stabilitäts- und Zuverlässigkeitsansprüche wurden dabei in vollem Umfang erfüllt.“



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