Die Elektronikkette MediMax setzt auf Server Based Computing mit Windows Server 2003® und IGEL Thin Clients
Mit über 100 Filialen ist MediMax die erfolgreiche Fachmarktlinie der ElectronicPartner-Verbundgruppe in Deutschland. Die Zugehörigkeit zum Mutterverbund garantiert den Franchisenehmern der Elektronikkette eine schnelle Warenversorgung und günstige Einkaufskonditionen. Über 50.000 Artikel zahlreicher namhafter Markenhersteller und unterschiedlicher Preisklassen sind ständig abrufbar. Darüber hinaus profitieren die Filialen von einer zentralen Organisation und Betreuung ihrer IT. Von Düsseldorf aus administriert ein internes Supportteam die Arbeitsplätze aller Standorte und stellt außerdem die Warenwirtschaftslösung zur Verfügung. Dank der Umstellung auf eine moderne Server Based Computing-Umgebung sind Wartung und Support künftig so effizient wie nie zuvor.
Konsequente Zentralisierung der ITBis zur Einführung des Server Based Computings setzte sich die IT-Topologie einer typischen MediMax-Filiale wie folgt zusammen: Ein lokaler Server stellte das Linux-basierte Warenwirtschaftssystem zur Verfügung und diente gleichzeitig als Fileserver für Office-Dateien und E-Mails. Anwenderseitig bestand das Client/Server-Netzwerk im Durchschnitt aus etwa neun Windows®- sowie zwei Linux-basierten PCs für die Kassenarbeitsplätze. Den Windows®-Desktops kam dabei eine Doppelfunktion zu. Neben lokalen Office-Programmen griffen die Mitarbeiter mittels Linux-Emulation auch auf die Warenwirtschaftslösung zu. Die Peripherie der Fat Clients umfasste lokale Drucker und Barcodescanner. „Die Umstellung auf Thin Clients erfolgte sowohl aus Sicherheits- als auch aus Kostengründen“, begründet Dietmar Sotzko, Abteilungsleiter Organisation Einzelhandel bei MediMax, die Entscheidung zur Modernisierung der Filial-IT. „Um Ausfälle durch Eigeninstallationen oder Virenverseuchungen zu vermeiden, ließen wir schon damals keine Administrationsrechte in den Filialen zu. Nichtsdestotrotz mussten wir viele Servicefahrten zu teils weit entfernten Standorten in Kauf nehmen. Insbesondere die Wartung der Windows®-basierten Desktops mit ihren lokalen Anwendungen war aufwendig. Die ständige Ressourcenbelegung unseres IT-Teams zwang uns schließlich dazu, nach einer effizienteren Lösung zu suchen.“
Der Kunde
- Fachmarktlinie der ElectronicPartner-Verbundgruppe
- Über 100 Filialen in Deutschland
- Ca. 1.500 IT-Arbeitsplätze (ohne Kassensysteme)
- Über 50.000 Artikel namhafter Markenhersteller
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Überzeugende Referenzen, rasche Evaluation Bei einem branchenfremden Betrieb inspizierte Dietmar Sotzko erstmals eine Thin Client-Infrastruktur in der Praxis und erkannte sofort die darin liegenden Chancen: „Mit Hilfe des Server Based Computings mit Thin Clients konnten wir eine konsequente Fernwartung einführen. Die Datensicherung erfolgt zentral auf dem Server. Es gibt weder eine lokale Datenhaltung noch Manipulationsmöglichkeiten durch den User. Auch weisen Thin Clients mit sechs Jahren und mehr einen mindestens doppelt so langen Lebenszyklus auf wie PCs. Das liegt vor allem an dem konsequenten Verzicht auf mechanische Bauteile wie Lüfter und Laufwerke. Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass sich Störungen leichter beseitigen lassen. Fällt ein Thin Client aus, wird er kurzerhand von einem Mitarbeiter durch ein Reservegerät ersetzt und der Arbeitsplatz steht sofort wieder zur Verfügung. Aufgrund dieser Produktivitäts- und Kostenvorteile war uns schnell klar, dass wir langfristig möglichst viele PCs durch Thin Clients ersetzen wollten.“ Diesem Entschluss zur Modernisierung folgte eine intensive Internet-Recherche nach geeigneten Herstellern. Nach einer strengen Vorauswahl kamen zwei Anbieter in die Testphase. Dabei stellte sich der deutsche Anbieter IGEL Technology als Thin Client-Hersteller mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis heraus. „Die erste Testumgebung ließ sich sehr einfach realisieren“, erklärt Dietmar Sotzko. „Die für den Zugriff nötige Microsoft®-Lizenz TSCAL kann nach der Freischaltung in Windows® Server 2003 für 30 Tage kostenlos genutzt werden. Das Demo-Gerät von IGEL war mit wenigen Schritten eingerichtet.“
Universeller Desktop zu minimalen KostenUm die Einsparungen schon recht bald zu erreichen, wollte MediMax insbesondere auch die Investitionskosten der neuen Infrastruktur gering gehalten. Serverseitig entschied man sich deshalb für die bereits in Windows® Server 2003 integrierten Terminalservices, die nach der Installation einfach freigeschaltet werden. „Der Einsatz von Thin Clients in Logistik, Warenwirtschaft und Marketing ist für den Einzelhandel ein gewichtiger Wettbewerbsvorteil“, erklärt der betreuende IGEL Key Account Manager Retail Markus Steinkamp. „Erfolgsentscheidend ist dabei allerdings die richtige Mischung aus kostensenkenden Standardisierungs-effekten und einer hohen technologischen Flexibilität für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen.“ Die von MediMax gewählten Modelle der Reihe IGEL LX Compact bieten den Filialen nicht nur das für die Kommunikation mit den Terminalservern obligatorische Protokoll RDP, darüber hinaus sind auch noch viele weitere Digital Services im Sinne unterschiedlicher Zugriffswege auf zentrale Infrastrukturen integriert, darunter Citrix® ICA oder das Linux-Protokoll X11R6 inklusive NoMachine NX. Außerdem bietet die IGEL-Firmware einen Internet-Browser inklusive Plug-ins für den direkten Internetzugriff sowie Software-Clients zur Verbindung und Darstellung virtueller Desktops. „Obgleich wir momentan nur Basisfunktionalitäten nutzen, bietet uns der Universal Desktop-Ansatz von IGEL eine hohe Zukunftssicherheit“, stellt Dietmar Sotzko fest. Unter Kostengesichtspunkten ist ihm aber vor allem die Managementlösung wichtig, die bei allen IGEL-Modellen einheitlich im Lieferumfang enthalten ist. „Mit der Managementlösung stehen und fallen die Einsparungen im Support. Die IGEL Remote Management Suite ist intuitiv und selbsterklärend gestaltet. Damit können wir die Geräte nicht nur gruppenbasiert und daher sehr effizient fernadministrieren, sondern auch einfach und sicher aktualisieren. Auch der Betriebszustand der Thin Client-Infrastruktur lässt sich in Echtzeit überwachen und übersichtlich darstellen.“
Die Herausforderung
- Konsequente Fernwartung der Filial-IT
- Geringere Administrations-, Support- und Stromkosten
- Höhere Sicherheit auf Anwenderseite
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Drucker, Scanner, VideokonferenzenAls weitere für MediMax bedeutende Lösungseigenschaft nennt Sotzko die Printserverfunktionalität der IGEL Thin Clients. „Damit lassen sich unsere lokal angeschlossenen Drucker auch für andere User im Netzwerk bereitstellen.“ Auch die Barcodescanner arbeiten problemlos mit den Thin Clients und den serverseitig bereitgestellten Anwendungen zusammen. Typische Einsatzbeispiele finden sich im Wareneingang oder im Verkauf, wo Artikel anhand des Strichcodes identifiziert und im System nachgeschlagen werden. „Die Anbindung der Peripheriegeräte erfolgte problemlos“, berichtet Dietmar Sotzko. „Allerdings mussten wir im Vorfeld passende Druckertreiber besorgen, da wir uns für die Modellversion mit Linux-Firmware entschieden hatten.“ Die Vielseitigkeit der Thin Clients zeigt sich unter anderem im Zusammenhang mit einer Videokonferenzlösung: „Seit einigen Monaten nutzen wir eine neue, effizientere Form der Kommunikation mit den Filialen: mittels Web-Konferenz des Anbieters Interwise besprechen wir aktuelle IT- und Organisationsthemen. Auch hierbei leisten die Thin Clients einen guten Dienst, indem sie an die frühere Stelle von Papier und E-Mails treten.“
Ausbau auf 1.500 Thin ClientsLangfristig ist geplant, sämtliche Windows-PCs in den Filialen komplett durch Thin Clients zu ersetzen. „Im geplanten Gesamtausbau werden das ca. 1.500 Geräte sein. Die Kassenarbeitsplätze belassen wir vorläufig noch als Fat Client mit Linux, aber auch hier ist auf Dauer ein Umstieg denkbar.“ Die ersten Roll-outs sind bereits abgeschlossen. Einer vierwöchigen Testphase, in der alle Funktionen simuliert worden waren, folgte Mitte 2007 ein Pilotprojekt in Düsseldorf. Anschließend wurden die Standorte Schwandorf, Teltow und Strausberg modernisiert. Zusätzliche Neueröffnungen folgen standardmäßig dem neuen Konzept, so etwa die neuen Filialen Berlin-Charlottenburg und Strausberg. „Für 2008 sind weitere 17 Filialumstellungen mit je zwölf bis 15 Geräten geplant. Dabei hängt die Dauer des Roll-outs in erster Linie von den Lieferfristen der Server ab. Für die Freischaltung der Microsoftlizenzen kalkulieren wir etwa zehn bis 15 Tage ein. Die Terminalserver und Domaincontroller werden von unserem Lieferanten, der Bechtle AG, vorkonfiguriert. Bestellung und Versand der Thin Clients an die Filialen organisieren wir intern. Der Gesamtinstallationsaufwand pro Filiale beläuft sich auf etwa vier Personentage. Dabei bedarf der Anschluss der Thin Clients selbst nur weniger Minuten. Wir bekommen die MAC-Adressen der Geräte vorab von IGEL zugeschickt und importieren diese in die IGEL Remote Management Suite zur gruppenbasierten Konfiguration. Hat der physische Thin Client schließlich Netzzugang, holt er sich automatisch alle vordefinierten Einstellungen.“
Die Lösung
- Windows®-basierte Terminalserver in den Filialen
- Ersatz der 1.500 Windows-PCs durch Thin Clients der Reihe IGEL LX Compact bis Ende 2009
- Effiziente Fernadministration der Thin Clients via IGEL Remote Management Suite
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45 Prozent StromkostenersparnisDietmar Sotzko rechnet damit, dass sich die Investitions-kosten nach drei Jahren amortisieren werden. „Wir verzeichnen kaum noch Servicefahrten zu den modernisierten Filialen, da praktisch kein Sicherheitsrisiko mehr besteht.“ Nachhaltige Einsparungen erwirkt auch der niedrigere Stromverbrauch der neuen Desktop-Umgebung. „Trotz des zusätzlichen Terminalservers und Domaincontrollers in jeder Filiale sparen wir etwa 45 Prozent an Stromkosten für die IT“, freut sich Dietmar Sotzko. „Im Endzustand mit 1.500 Geräten sind das knapp 34.000 Euro pro Jahr.“ Die Ökobilanz des Unternehmens verbessert sich ebenfalls: durch den geringeren Energieverbrauch lassen sich jährlich 142 Tonnen an anteiligen CO2-Emissionen vermeiden. „Auch in dieser Hinsicht haben sich unsere Erwartungen voll erfüllt. Alles in allem erleben wir die Thin Client-Lösung von IGEL als durchdachte, praxistaugliche und zukunftssichere Technologie mit deren Hilfe wir auch unsere langfristigen Ziele kosteneffizient erreichen können.“