„Als Fraunhofer UMSICHT 1998 erstmals auf Server Based Computing umstellte, standen zunächst technische Beweggründe im Vordergrund. Heute ist es der wirtschaftliche Aspekt“, erklärt Christian Knermann, stellvertretender IT-Leiter bei Fraunhofer UMSICHT. Daher ersetzt das Institut seine Arbeitsplatzrechner seit 2001 schrittweise durch effiziente und zentral administrierbare Thin Clients des Herstellers IGEL Technology. „Unsere Arbeitsplätze bestanden zuvor aus etwa 90 Macintosh-Rechnern und 20 Tektronix- bzw. Sun X-Terminals. Vereinzelt gab es auch erste PCs.“ Aufgrund der steigenden Marktdurchdringung von Windows® NT entschloss man sich zur sanften Migration auf Windows® NT 4.0 Terminal Server Edition und Citrix MetaFrame – die damals einzig praktikable Lösung mit Clients für MacOS und Sun Solaris.
Der Kunde- Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits-, Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen
- 268 Mitarbeiter
- Entwickelt, begutachtet und optimiert technische Verfahren der Umwelt-, Sicherheits-, und Energietechnik
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PC-Anteil treibt IT-Kosten in die HöheDie Windows® NT-Welle und die laufend fallenden PC-Preise sorgten ab 2001 für einen raschen Anstieg der PC-Arbeitsplätze. „Wie viele Unternehmen setzten wir angesichts niedriger Anschaffungskosten mehr und mehr auf PC-Arbeitsplätze“, erinnert sich der IT-Manager. „Mit der Zeit verzeichneten wir allerdings immer höhere Supportaufwendungen mit zeitintensiver Vor-Ort-Betreuung. Die hausinterne Fraunhofer-Studie „PC vs. Thin Clients - Wirtschaftlichkeitsbetrachtung“ ergab, dass ein großer Teil der hohen IT-Kosten vom Betrieb der Arbeitsplatz-PCs und den damit verbundenen Personalkosten verursacht wird. „Nicht selten versuchen PC-Anwender, Probleme am eigenen Arbeitsplatz oder bei Arbeitskollegen durch Selbsthilfe und Testen zu beheben. Diese Manipulationspunkte merzen wir heute durch den Einsatz von Thin Clients aus.“
Ein Thin Client spart ca. 1.000 Euro jährlich2001 erfolgte ein serverseitiges Upgrade der Terminalserverfarm auf leistungsfähigere Hardware. PC- und Mac-Rechner ohne lokale Spezialanwendungen werden seither schrittweise durch IGEL Thin Clients ersetzt. Die Einsparungen gegenüber den Arbeitsplatzrechnern entsprechen den in der Wirtschaftlichkeitsberechnung ermittelten Größenordnungen. In einer Beispielrechnung werden dort die jährlichen Gesamtkosten für einen PC mit rund 3.100 Euro inklusive Personalaufwand berechnet. Als Kalkulationsbasis wurde hier ein Pool von 320 Arbeitsplatz-PCs, von denen 150 durch Thin Clients ersetzbar sind, angenommen. Gemäß dieser Wirtschaftlichkeitsbetrachtung lassen sich theoretisch pro Thin Client und Jahr knapp 1.000 Euro Betriebskosten einsparen. Analog dazu liegen die Einsparungen am Fraunhofer UMSICHT bei 60 eingeführten Thin Clients in der Größenordnung von rund 60.000 Euro pro Jahr.
Diese deutliche Reduzierung der Betriebskosten führt der IT-Manager auf die zentrale Administrierbarkeit der Thin Clients zurück. Weitere Einsparungen attestiert er indes dem Einsatz der effizienten IGEL-Managementsoftware. „Eine Teststellung mit verschiedenen Anbietern identifizierte die IGEL Remote Management Suite als für unseren Bedarf beste Lösung“, berichtet Knermann. „Der GUI der Software entspricht 1:1 der lokalen Thin Client-Oberfläche. Alle Optionen befinden sich an identischer Stelle. Im Gegensatz zu vielen komplexen Universallösungen anderer Anbieter erfordert das kostenfreie IGEL-Tool keine Einarbeitung und gestattet uns eine effiziente Verwaltung des Thin Client-Pools.“ Ebenfalls positiv erwähnt der IT-Manager den IGEL-Support. „Bei der Umstellung von Citrix Presentation Server 1.8 auf 3.0, die uns im Zusammenhang mit Office Performancemängel einbrachte, reagierte IGEL sofort und legte innerhalb kurzer Zeit eine neue Firmware zum Testen vor.“
Rückenwind durch IT-KostenbeteiligungWährend die User angesichts serverseitiger Performance-Engpässe anfangs noch mit deutlicher Zurückhaltung auf die neuen Arbeitplätze reagierten, hat sich „der IGEL“ laut Christian Knermann inzwischen als zuverlässige PC-Alternative etabliert und wird zunehmend nachgefragt. Die nachhaltige Unterstützung der Abteilungen fördert der IT-Manager durch eine allgemeine Supportumlage pro Gerät, bei dem ein IGEL Thin Clients nach den Ergebnissen der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der günstigste Arbeitsplatz ist. „Der psychologische Effekt ist beträchtlich“, freut sich Knermann. „Auf diese Weise wird der Migrationsprozess automatisch fortgesetzt, und auch das Vorhalten alter PCs als Ersatzarbeitsplatz hat deutlich nachgelassen.“ Reserve-PCs haben die 137 Stammmitarbeiter ohnehin nicht mehr nötig. Teilzeitarbeitskräfte nutzen stattdessen den Thin Client-Pool, der dadurch auch eine gleichmäßige Auslastung erfährt.
Konsolidierung mehrer Endgeräte
Das Server Based Computing-System bei Fraunhofer UMSICHT arbeitet heute in der dritten Generation. Anfang 2005 erfolgte das letzte Upgrade auf Windows® Server 2003 und Citrix Presentation Server 3.0. Gleichzeitig wurde auch die Hardware auf den neuesten Stand gebracht. Die neue Serverfarm besteht aus vier Citrix-Terminalservern für bis zu 60 simultane User. Ein weiterer Server steht für das Remote Management der IGEL Thin Clients zur Verfügung, daneben gibt es noch einige Sun Solaris- und Linux-Server, auf die nach wie vor mittels X11 zugegriffen wird. Die alten Terminals sind mittlerweile ausnahmslos durch die Modelle IGEL LX Winestra oder IGEL LX Compact ersetzt worden. Alle eingesetzten Modelle kommunizieren sowohl via ICA-Protokoll mit den Windows®-Terminalservern, als auch direkt mit den X11-Systemen. Dank der Linux-basierten IGEL-Firmware lassen sich Arbeitsplatz-PC und Solaris-Terminal somit in einem wirtschaftlichen Endgerät konsolidieren. Die heutige Endgeräteinfrastruktur bei Fraunhofer UMSICHT setzt sich aus 60 IGEL Thin Clients, etwa 180 PCs und rund 80 Notebooks zusammen. Rechenintensive Grafik- oder CAD-Anwendungen erfordern nach wie vor Arbeitsplatz-PCs, die teilweise auch auf die Terminalserver zugreifen und mit der Administrationssoftware ON Command CCM administriert werden.
Die Herausforderung
- Modernisierung des Server Based Computing-Modells
- Reduzierung der Betriebskosten gemäß der Wirtschaftlichkeitsberechnung (hausinterne Fraunhofer-Studie)
- Akzeptanz der User gegenüber den neuen Thin Client-Arbeitsplätzen
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Kontinuierlicher Ausbau der LösungNach Ablauf der PC-Lebenszyklen möchte Christian Knermann noch weitere Arbeitsplätze durch Thin Clients ersetzen. Vornehmlich diejenigen, die auf die zentral bereitgestellten Anwendungen wie Microsoft® Office, Corel Graphics Suite oder das von der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelte ERP-und DMS-System SIGMA zugreifen. „Die IGEL Thin Clients erlauben uns ein einfaches und zentrales Management ohne Turnschuhverschleiß. Damit gelingt es uns, die Kosten und den Wildwuchs im Bereich der Arbeitsplätze nachhaltig zu reduzieren. Desweiteren ermöglicht uns die Lösung die effiziente Anbindung der Arbeitsplätze der Außenstellen in Willich und Teterow, ohne dabei auf die Vorteile der zentralen Administration und Datenhaltung verzichten zu müssen“, resümiert Knermann und verweist auf weitere Institute innerhalb seiner Organisation, die sich unabhängig vom hiesigen IGEL-Projekt für den deutschen Hersteller entschieden haben, darunter z.B. die Außenstelle Entwurfsautomatisierung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Dresden.
Die Lösung- Installation von 60 Thin Clients der Typen IGEL LX Winestra und IGEL LX Compact
- Zentrales Management bringt Einsparungen von 60.000 Euro pro Jahr
- Effiziente Anbindung der Arbeitsplätze in Außenstellen, ohne auf zentrale Administrierbarkeit zu verzichten
- Dank IGEL-Firmware lassen sich Solaris-Terminals und PC-Systeme in einem IGEL Thin Client konsolidieren
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