Dem kritischen Geist der Aufklärung verpflichtet, öffnete die Georg-August-Universität Göttingen im Jahr 1737 ihre Pforten. Noch heute genießt die Georgia Augusta hohes internationales Ansehen. Vor allem die erfolgreiche Grundlagenforschung in den Natur- und Geisteswissenschaften hat dazu geführt, dass der Name der Hochschule inzwischen mit den Lebensläufen von über 40 Nobelpreisträgern verbunden ist. Mit ihrem aktuellen Reformkurs will die Universität ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten und ausbauen.
Server Based Computing-EinführungIm Jahr 2002 leitete die IT-Abteilung den Wechsel zum Server Based Computing ein. Anstelle der ursprünglich anstehenden Ersatzinvestition für 50 der insgesamt etwa 500 Arbeitsplatzrechner investierte die Uni in eine zukunftsweisende Zentralisierung von Administration und Softwareverteilung. „Mit dem neuen System konnten wir die für das bisherige Client/Server-Netz inzwischen zu leistungsschwachen Rechner ohne Perfomance-Einbußen weiter betreiben und gleichzeitig die Weichen für eine effizientere Arbeitsplatzinfrastruktur stellen“, berichtet Marco Sonnenberg von der Stabstelle DV. Als erstes Terminalserversystem wählte das Projektteam Windows® 2000 Server mit Citrix MetaFrame XPe, aktuell läuft Citrix Presentation Server 4.0. „Mit der Migration sanken die Administrationskosten um 30 bis 40 Prozent und die Lizenzüberwachung vereinfachte sich. Dieser erste Modernisierungsschritt kostete die Universität rund 8.400 Euro inklusive Serverhardware, Citrix-Lizenzen und Schulungen. „Die Beschaffung neuer PCs hätte bei unverändertem Serversystem drei- bis viermal so hohe Kosten verursacht.“ Mit der Server Based Computing-Lösung aber konnten wir demgegenüber die 50 Alt-PCs zunächst als Thin Client-ähnliche PC-Clients mit Citrix ICA-Software weiter betrieben.
Der Kunde- Georg-August-Universität Göttingen
- 1737 gegründete Hochschule mit Weltruf
- Aktueller Reformkurs soll internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen
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Schrittweise Umstellung auf Thin ClientsDie 50 in der Personalabteilung betriebenen PC-Clients zeigten jedoch zunehmend die typischen Schwachstellen einer PC-Hardware: „Mit jedem Nutzungsjahr fallen die Geräte öfter aus“, erklärt Marco Sonnenbergs Teamkollegin Marie Kasper. „Lokal und teilweise unautorisiert installierte Anwendungen führten immer wieder zu supportintensiven Problemen. Datenbestände wurden teilweise nur auf den internen Laufwerken gespeichert und entzogen sich somit den zentralen Sicherungsvorgängen.“ Um diese Probleme zu lösen, ersetzt die Uni Göttingen seit dem Sommer 2004 ältere Arbeitsplatz-PCs durch Thin Client-Modelle des deutschen Herstellers IGEL Technology. „Die wichtigsten Entscheidungskriterien bildeten grafische Eigenschaften, einfache Bedienung und Fernwartung sowie die durchgängige Konfiguration der Firmware“, berichtet Marie Kasper. Nach einer dreimonatigen Testphase in der Personalabteilung und anschließenden Performance-Überprüfungen legte man sich auf das Modell IGEL LX Compact fest. Einer vierwöchigen Pilotphase folgte in 2004 der Roll-out. „Von den rund 500 Arbeitplätzen sind bislang 160 mit Thin Clients ausgestattet. Unser Ziel ist es, im weiteren Projektverlauf die Anzahl der Thin Clients auf etwa 260 zu erhöhen und somit einen Endgeräteanteil von über 50 Prozent zu erzielen.“
Einfache Fernadministration und WartungAls Highlight der Lösung nennt die DV-Mitarbeiterin das Management der Thin Clients: „Die kostenfrei im Lieferumfang enthaltene Administrations- und Konfigurationssoftware IGEL Remote Management Suite bietet uns alle notwendigen Funktionalitäten. Neben der obligatorischen Fernwartung schätzen wir insbesondere die Möglichkeit des Spiegelns von Sitzungen oder die zentralen Firmware-Updates, die sich zeitlich planen und automatisieren lassen.“ Marie Kasper erkennt noch weitere Vorteile der Thin Client-Architektur: „Die Geräuschbelästigung am Arbeitsplatz und in Schulungsräumen ist geringer, die laufwerklosen Geräte sind quasi immun gegen Viren und andere Malware. Unautorisierte Installationen oder lokale Datenbestände gehören der Vergangenheit an. Außerdem haben wir jetzt schnellere Reaktionszeiten bei lokalen Störungen. Im Schadensfall genügt der simple Austausch des defekten Gerätes.“ Die Legitimation der Anwender erfolgt bislang über die Eingabe von Benutzername und Passwort. Aktuell wird der Einsatz von Smartcards für bestimmte Bereiche und Administratoren diskutiert. Für die Umsetzung dieser Pläne bietet der IGEL Compact bereits einen serienmäßig integrierten Smartcard-Reader.
Die Herausforderung- 500 alte Arbeitsplatzrechner ersetzen
- Konventionelle Lösung unwirtschaftlich
- Flexible Alternative mit niedriger TCO und einfachem Management gesucht
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Digital Services für Standard- und SpezialanwendungenDank zahlreicher Digital Services offerieren die IGEL Thin Clients der Uni Göttingen ein breites Einsatzspektrum: Via ICA-Sitzung werden nicht nur Standardapplikationen wie Microsoft® Office, Internet Explorer, SAP oder Adobe Acrobat Reader für die Zentralverwaltung bereitgestellt, sondern auch spezifische Abteilungsapplikationen wie Baumanagement, Studenten- oder die Raumverwaltung. 20 IGEL Thin Clients wurden ferner an die Hausmeister verteilt, die sie vorwiegend für den Zugriff auf das Raummanagement nutzen. Für Studenten stehen in der Infothek der Studienzentrale zwei Thin Clients nebst Netzwerkdrucker zur Verfügung, um im Internet zu recherchieren oder die angebotenen webbasierten Selbstbedienungsfunktionen (Immatrikulation, Online-Bewerbung) zu nutzen. Für den Kioskbetrieb sind aus Sicherheitsgründen lediglich der serienmäßig in die Gerätefirmware integrierte Browser Mozilla Firefox inklusive Adobe Reader freigegeben.
Als kundenspezifische Besonderheit realisierte IGEL im Sommer 2005 gemeinsam mit dem projektbegleitenden, lokalen IT-Dienstleister H+H Software GmbH den Thin Client-Einsatz für die Telearbeit. „Die spezielle Firmware-Anpassung ermöglicht aktuell acht Telearbeitern via Citrix Security Gateway einen sicheren Fernzugriff auf das Netz der Zentralverwaltung“, berichtet Marie Kasper. Mittlerweile bietet IGEL dieses grundlegende Feature auch mit der Standardfirmware an. Die Zentralverwaltung nutzt momentan acht Telearbeitsplätze, die sich von zu Hause aus via IGEL Thin Client und 128Bit-SSL-Verschlüsselung einloggen.
Die Lösung- Server Based Computing-Einführung
- Standardisierung der Arbeitsplatzinfrastruktur mithilfe von Thin Clients der Serie IGEL LX Compact
- Kundenspezifische Firmware-Anpassung für Telearbeit, Digital Services gestatten Kioskbetrieb (ICA, Mozilla Firefox)
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Positives Feedback der AnwenderDas Projekt „Erweitertes Verwaltungsnetz“ befindet sich in der Zielphase und hat laut Marie Kasper die erhofften Vereinfachungen und Einsparungen bewirkt. „Die Arbeit der DV-Stabsstelle reduzierte sich vor allem durch die Vereinheitlichung der Desktops und die Umsetzung einer Richtlinie zur ausschließlichen Verwendung von Netzwerkdruckern. Unsere Anwender loben vor allem die geringere Geräuschbelästigung, den schnelleren Anmeldevorgang sowie die neu gewonnene örtliche Flexibilität, denn die Kombination aus Thin Clients und zentral vorgehaltenen Userprofilen entkoppelt die Arbeit vom Arbeitsplatz. Unterm Strich machen die IGEL Thin Clients unsere Server Based Computing-Umgebung noch effizienter. Im Sinne der aktuellen Verwaltungsreformen erhalten wir so eine hohe organisatorische Flexibilität und sparen dabei nachhaltig an den IT-Gesamtkosten.“