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Mon 07 July 2008
IGEL > Branchenlösungen > Gesundheitswesen
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Wachsende Herausforderungen – clever gelöst:

Mehr Flexibilität im Klinikbetrieb

Seit seiner Eingliederung in den SANA-Verbund Anfang 2001 verfolgt das Sana-Klinikum Remscheid ein ehrgeiziges Ziel. Mit der
Planung und Umsetzung der Vision vom Krankenhaus der Zukunft soll es gelingen, gleichzeitig den neuen Herausforderungen des Gesundheitswesens zu begegnen, medizinische Höchstleistungen zu erbringen und darüber hinaus auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Die informationstechnische Basis für diesen Umwandlungsprozess liefert die bereits 2000 gestartete, organisationsweite Einführung einer Thin Client-Architektur.

Der Kunde
  • 684 Betten-Klinikum
  • Hauptbetriebsstätte in Remscheid
  • Eine örtlich getrennte Tagesklinik für Jugendpsychatrie
  • Zentrales Rechenzentrum für zwei weitere medizinische Einrichtungen im Rheinland


Zentrale Aufgabe des 684 Betten-Klinikums ist die stationäre medizinische und pflegerische Versorgung der Remscheider Bevölkerung sowie die Notfallversorgung der Region. Hierzu zählt neben der Hauptbetriebsstätte Burger Straße auch die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in
Wuppertal. Eine ganz spezielle Herausforderung für das zentrale Rechenzentrum des Klinikums stellt dabei die zusätzliche Betreuung zweier weiterer medizinischer Einrichtungen im Städtedreieck Köln, Düsseldorf und Wuppertal dar: nämlich der Kinderund Jugendpsychiatrie Solingen und der Sana-Klinik Hürth bei Köln. Bereits 1999 suchte man für die Operationssäle
nach einer Alternative zu den PC-basierten Arbeitsplätzen. Nach ersten positiven Praxiserfahrungen mit dem Einsatz von Thin Clients in den Remscheider Operationssälen entschloss sich die IT-Leitung des Klinikums 2001 zu einer umfassenden Restrukturierung der Netzwerkumgebung. Anstelle einer PC-gestützten Client-Sever-Struktur werden heute 19 zentrale Terminalserver mit Citrix Metaframe XP zur zentralen Anwendungsvorhaltung betrieben. 15 der 19 Server verwalten die Desktop-Anmeldungen, zwei beheimaten die proprietäre Patientenverwaltung, zwei weitere dienen jeweils der Systemverwaltung,
der Zugriffskontrolle und dem Internetzugang. Anwenderseitig laufen etwa 325 Thin Clients des deutschen Herstellers IGEL Technology. Die wartungs- und verbrauchsarmen Endgeräte finden sich heute in sämtlichen Organisations und Arbeitsbereichen. Mit Ausnahme einiger Fat-Clients, die nach wie vor für Spezialanwendungen eingesetzt werden, sind alle ehemaligen, zumeist Windows NT 4.0-basierten PCs bereits entsorgt.

Die Herausforderung
  • PC-gestützte Client-Server-Struktur wird durch 19 zentrale Terminalserver mit Citrix Metaframe XPe ersetzt
  • •Digitalisierung der Radiologie
  • •Integration verschiedener Übertragungstechniken zur Anbindung der entfernten Krankenhäuser


Michael Willmann, Leiter IT des Sana-Klinikums Remscheid GmbH, erinnert sich: „Damals drohte jeder Administrationsauftrag den OP-Betrieb zu stören. Alle Servicemitarbeiter mussten recht aufwendig ein- und wieder ausgeschleust werden, um die Keimfreiheit der Räume nicht zu gefährden.
Um das damit verbundene organisatorische Konflikt- und medizinische Gefahrenpotential zu eliminieren, entschlossen wir uns erstmals zur Einführung remote administrierbarer Thin-Clients.“


Schnelles Wachstum begünstigt

Rückblickend ist Willmann froh um die frühe Entscheidung zugunsten einer Thin Client-Architektur. „Seit 2001 ist unser Verbund beständig gewachsen.
Inklusive der beiden externen Rechenzentrumskunden wurden aus anfänglich zwei zu verwaltenden Standorten sechs, die Anzahl der Clients stieg von 5 auf 325. Mit einer anderen Architektur wäre die Ausweitung mit Sicherheit nicht so problemlos verlaufen. Zwar kam die anfängliche Investitionssumme von etwa € 200.000 einer vergleichbaren Client-Server-Lösung gleich, im Bezug auf die Administrations- und Wartungskosten erfahren wir jedoch enorme Einsparungen. So sanken beispielsweise die Helpdesk-Aufwände um mehr als 20 %. Wir sind zuversichtlich, diesen Trend in Zukunft fortsetzen zu können.“

Rückgrat für Verwaltungsreformen

Die neu gewonnene Infrastruktur dient dem Klinikum als Nährboden für essentielle Modernisierungsprojekte. So bietet der schrittweise aufgestockte Clientpool inzwischen rund 1000 Anwendern Zugriff auf das
neue, zentrale Klinikinformationssystem KIS. Im Januar 2005 wurde zudem die Digitalisierung der Radiologie durchgeführt. „Heute tragen unsere
Mitarbeiter keine Röntgenaufnahmen mehr über die Gänge“, berichtet Michael Willmann, Leiter IT des Sana-Klinikums Remscheid GmbH. „Sämtliche
Bilder und Videos werden elektronisch vorgehalten. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung digitaler Klinikbetrieb.“ Für solch rechen- und grafikintensive Anwendungen kommen hoch performante Clients des Typ IGEL-564 Premium zum Einsatz, deren integrierte Grafik über eine höhere Farbtiefe und Auflösung verfügt als die beispielsweise für Verwaltungsaufgaben eingesetzten Geräte der kostengünstigeren Compact-Reihe des Herstellers.

Als „einen großen Sprung nach vorne“ bezeichnet Willmann die um 140 % gestiegene Userdurchdringung. Dank einer umfangreichen Nutzerverwaltung
auf Serverseite sowie Multisession-fähigen Clients auf Anwenderseite können sich mehrere Mitarbeiter einen Bildschirmplatz teilen. Zudem werden die Abläufe im Unternehmen ortsunabhängiger. „Die Entkopplung von Arbeit und Arbeitsplatz bringt für uns als interdisziplinäre Klinik einen enormen Zeitgewinn. Muss beispielsweise ein Arzt den Bildschirm kurzfristig verlassen, weil er in die Unfallchirurgie gerufen wird, bleibt seine Sitzung auf dem Server offen und kann später auf jedem beliebigen Client des Verbundes ohne langwierige Anmeldeprozesse punktgenau weitergeführt werden. Im Unterschied zum PC-Arbeitsplatz stehen dabei sofort wieder alle zuvor geöffneten Anwendungen zur Verfügung.“ Die erneute Anmeldung dauert nur knapp zehn Sekunden.

Die Umsetzung
  • 19 Server und 325 IGEL Thin Clients
  • Steigerung der Userdurchdringung um 140 % auf 1000 Anwender
  • Digitalisierte Röntgenbilder mittels hochperformanten IGEL-564 Premium
  • Senkung der Helpdesk-Aufwände um mehr als 20 %
  • Keine Zeitaufwendigen Umschulungen notwendig
  • Anbindung mittels DSL-Stand- und Wahlleitungen sowie über WLAN und VPN

Flexible Anbindung
Besonders charakteristisch für die neue Infrastruktur in Remscheid und Umgebung ist die Integration verschiedenster Übertragungstechniken. „Die ausgeprägte Connectivity der Thin Clients gestattete uns eine äußerst flexible Anbindung unserer Außenstellen“, berichtet Willmann. „Die
rund 20 Endgeräte der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Wuppertal kommunizieren beispielsweise über eine 128 kBit/s-Einwahlleitung mit den
Terminalservern, während die 30 Clients im etwa 42 km entfernten Krankenhaus Hürth über eine 2 MBit/s DSL-Standleitung angebunden sind.“
Die zehn Clients am Standort Solingen tauschen die erforderlichen Bildschirm- und Steuerdaten mit dem Rechenzentrum über einen WLAN Accesspoint und eine als VPN betriebene 3 MBit/s DSL-Standleitung aus. Technisch gesehen erforderte diese Variante keinen nennenswerten Aufwand. „Die in Solingen eingesetzten Thin Clients des Typs IGEL-464 Winestra ließen sich problemlos mit einer PCI WLANKarte aufrüsten und waren sofort einsatzbereit.“ Eine weitere 2MBit/s-Standleitung verläuft außerdem zum externen Kunden, die Stadtwerke in Heiligenhaus bei Düsseldorf. Dort sind ebenfalls 20 IGEL Thin Clients im Einsatz, nachdem man sich auch dort von den Vorteilen der neuen Architektur überzeugt hatte. Akzeptanzprobleme mit den neuen Thin Clients kennt Willmann nicht: „Neben den sich schnell herumgesprochenen Arbeitserleichterungen half uns auch der Markenname der Endgeräte. Die positive Wahrnehmung half, insbesondere bei technisch weniger versierten Mitarbeitern, eventuelle Berührungsängste abzubauen. Dank der individuell beliebig zu gestaltenden
Arbeitsoberfläche und genau abgestimmtem Anwendungsangebot müssen die Anwender weder zeitaufwendige Schulungen absolvieren noch unverständliche Menüwüsten durchqueren.“

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