Zur Unterstützung neuer Geschäftsprozesse tauscht die DAK 5.000 alte Thin Clients gegen grafikstarke Geräte von IGEL aus. Große TFTs und Mehrbildschirmbetrieb machen IT-Arbeitsplätze produktiver, Digital Services erhöhen den Investitionsschutz.
„Unternehmen Leben“ – die DAK versteht sich als ein moderner, bundesweiter Gesundheitsdienstleister. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung betreut die DAK rund 4,7 Millionen Mitglieder und 6 Millionen Versicherte. Mehr als 14.000 Mitarbeiter sind auf etwa 830 bundesweite Geschäftsstellen verteilt. Individualtarife, Zusatzversicherungen und eine 24-stündige Beratungshotline zeugen von einem ausgeprägten Serviceverständnis, das sich auch in der internen Informationstechnologie widerspiegelt.
Konsequente Zentralisierung der ITUm Verfügbarkeit und Bereitstellungskosten der Anwendungen zu optimieren, verfolgt die DAK seit 2001 eine konsequente Zentralisierungsstrategie. Die gesamte IT wird von zwei redundanten Rechenzentren in Hamburg betrieben. In Ergänzung zum klassischen Großrechner werden Office-, Mailing- und SAP-Anwendungen über eine Server Based Computing-Umgebung mit zentralen Citrix-Terminalservern und Thin Clients bereitgestellt. „Die Vorteile dieser Lösung zeigten sich sehr schnell“, erinnert sich Stefan Kraus, Gruppenleiter im Geschäftsbereich IT-Services der DAK. „Die Kombination aus Terminalserverumgebungen und Thin Clients ist leistungsfähiger, sicherer und weniger fehleranfällig. Nicht zuletzt ist diese Art der Infrastruktur aber auch leichter zu administrieren und daher kostengünstiger.“
Der Kunde
- Moderner, bundesweiter Gesundheitsdienstleister
- Rund 4,7 Mio. Mitglieder bzw. 6,0 Mio. Versicherte
- Mehr als 12.000 Berater an rund 900 Geschäftsstellen
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Modernisierung der Thin ClientsEtwa sechs Jahre nach der Einführung der ersten Thin Client-Generation mussten die schlanken Endgeräte erstmals modernisiert werden. Eine Neugestaltung der internen Geschäftsprozesse gab den Anstoß für die veränderten Anforderungen. Unter anderem wurden dabei bestimmte Unternehmensfunktionen, wie zum Beispiel Mitgliedschaft und Beiträge, auf Fachzentren konzentriert. Im Zuge dessen mussten ferner grundlegende Anwendungen wie Content- und Dokumentenmanagementsysteme modernisiert werden. „Die neuen Anforderungen waren nicht mehr mit der Leistungsfähigkeit der ersten Thin Clients vereinbar“, berichtet Stefan Kraus. „Wir benötigten zum einen größere Monitore und entsprechend grafikstarke Thin Clients, denn anstelle von 15-Zoll-TFT-Displays wollten wir künftig 22-Zoll-Geräte mit entsprechend höherer Auflösung einsetzen. Außerdem sollten die Thin Clients auch für den Zweibildschirmbetrieb mit je zwei 19-Zoll-TFTs geeignet sein.“ An der europaweiten Ausschreibung beteiligten sich insgesamt vier verschiedene Thin Client-Hersteller. Als Anbieter mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis ging der deutsche Hersteller IGEL Technology hervor. „IGEL war uns bereits aufgrund des Zusammenschlusses verschiedener Rechenzentren zur ITAllianz / BITMARCK bekannt, die Dienstleistungen und Anwendungsentwicklung für den GKV-Markt anbietet. Die darin enthaltene Informationssysteme in der gesetzlichen Krankenversicherung GmbH - ISKV hatte bereits viel mit IGEL zusammengearbeitet und diente uns diesbezüglich auch als Referenz innerhalb der Branche.“
Kleines Modell, gute GrafikDie Wahl der DAK fiel schließlich auf das kostengünstige Basismodell IGEL LX Smart. Herbert Rode, Projektleiter für den Hardware-Tausch: „Trotz des günstigen Preises und der geringen Abmessungen bot uns dieses Modell die gewünschte DVI-Schnittstelle mit einer spezifischen Breitbildauflösung von 1680x1050 Pixel. Daneben gestattet ein VGA-Anschluss auch den simultanen Betrieb eines zweiten Monitors. Dass das Gerät unsere grafischen Anforderungen erfüllen konnte, untersuchten wir mit ausgiebigen Praxistests und elektronischen Messungen. Die Tatsache, dass wir den richtigen Thin Client für unser Vorhaben rasch gefunden hatten, erleichterte uns die folgende Monitorauswahl. Wir testeten den IGEL Thin Client gemeinsam mit den Displays der an der Ausschreibung teilnehmenden Bildschirmhersteller und konnten auch hier bald das geeignete Modell ermitteln. Insgesamt dauerte die Testphase 4 Wochen.“ Typische Anwenderszenarien für den IGEL LX Smart finden sich im gesamten Office-Bereich der DAK, die Filialen sind grundsätzlich mit Thin Clients ausgestattet. Zweibildschirmarbeitsplätze gibt es vorwiegend in der Rechnungsprüfung, um beispielsweise eingescannte TIFF-Dateien und die Eingabemaske der Host-Applikation auf zwei Bildschirme zu verteilen. „Wir veröffentlichen unsere Anwendungen mittels Citrix Program Neighborhood, so dass sie wie lokale Installationen auf einem PC erscheinen. IGEL unterstützt diese Funktion mit einem integrierten Agenten innerhalb der mitgelieferten Managementlösung. Um diesen Vorteil auch unter Verwendung von zwei Bildschirmen mit dem gleichen Komfort für den User nutzen zu können, passte IGEL die Gerätefirmware entsprechend an.“
Die Herausforderung
- Modernisierung der Thin Client-Infrastruktur im Zuge einer Neugestaltung der Geschäftsprozesse
- Einführung von Zweibildschirmarbeitsplätzen und modernen 22-Zoll-TFT-Displays
- Einheitliches Management, schneller Roll-out
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Perspektive „virtuelle Desktops“Neben den überzeugenden Grafikeigenschaften bieten die „kleinen IGEL“ ein breites Angebot an unterschiedlichen Zugriffswegen auf zentrale IT-Infrastrukturen. Zwar standen das damit verbundene Spektrum an Digital Services und unterstützenden Technologien bei der Herstellerbewertung nicht so stark im Vordergrund wie die Grafikleistung, doch für die Zeit nach dem Roll-out findet Bernd Gordon-Hall, Systemprogrammierer und zuständig für die Betreuung der Thin Clients im DAK-Rechenzentrum, einige Lösungsmerkmale sehr sinnvoll: „Ein wesentlicher Vorteil der Thin Clients gegenüber PCs ist ja die längere Einsatzdauer von etwa sechs Jahren. Darüber hinaus ist der Austausch eines defekten Thin Clients vor Ort wesentlich unkomplizierter, schneller und kostengünstiger als der eines PCs da die ehemals langen Installationszeiten entfallen. Unter diesem Gesichtspunkt ist es natürlich beruhigend, dass auch zukunftsträchtige Technologien und Lösungen unterstützt werden.“ Als zweiten Zugriffsweg neben dem für die Citrix-Umgebung elementaren ICA-Client nutzt die DAK zu Administrationszwecken auch das integrierte RDP-Protokoll. Langfristig könnte aber auch der Zugriff auf virtuelle Desktops realisiert werden, denn auch für diese Konsolidierungsmaßnahme sind die Thin Clients gerüstet: VMware VDI-unterstützende Clients wie VDM 2.0 bzw. Leostream sowie ein geeigneter ICA-Client zum Zugriff auf Citrix XenDesktop gehören zum Standardrepertoire der IGELFirmware. Über optionale Smartcard-Reader wird darüber hinaus selbstverständlich auch die kommende Gesundheitskarte unterstützt.
Roll-out mit 100 Thin Clients pro TagBeim Management mussten sich die Administratoren der DAK laut Stefan Kraus zunächst umstellen: „Das Konzept des Vorgängers war etwas anders aufgebaut, dennoch lief die Migration problemlos. Die im Lieferumfang der IGEL-Geräte inbegriffene Lösung IGEL Remote Management Suite ist intuitiv und leicht zu bedienen. Integrierte Assistenten führen den Benutzer mit wenigen Mausklicks durch den Einrichtungsprozess und bieten einen leicht konfigurierbaren Überblick über den Gerätepool. Typisch für eine große Organisation wie die DAK achten wir ferner auf effiziente und sichere Update-Mechanismen. Um große Standorte mit einer neuen Firmware zu versehen, nutzen wir die Buddy Update Funktion. Für den Rollout wird die Autoregistrierungsfunktion der IGEL Remote Management Suite genutzt. Noch während der Planungsphase erstellen wir die nötigen Gruppenprofile und Regeln, die Zuordnung zu den jeweiligen Standorten erfolgt anhand ihres IP-Adressbereiches. Die Thin Clients selbst schließen wir mit Werkseinstellungen an. Sie melden sich automatisch am Managementserver an, erhalten die zur IPAdresse passende Konfiguration und sind sofort einsatzbereit. Auf diese Weise rollen wir mühelos 100 und mehr Geräte pro Tag aus.
Die Lösung
- Ersatzinvestition (Phase I): 5.000 IGEL LX Smart mit serienmäßiger DVI- und VGA-Schnittstelle, Dualview-Option und hoher grafischer Auflösung
- Herstellerwechsel: stabile Hard- und Software
- IGEL Remote Management Suite: intuitiv zu bedienen, effiziente Firmware-Aktualisierung mittels Buddy-Update
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Kostenbewusste DesktopstrategieFür Stefan Kraus steht außer Frage, dass das frühe Bekenntnis zu Server Based Computing und Thin Clients richtig war: „Die Umstellung verlief bislang nicht zuletzt deshalb so schnell und problemlos, weil wir auf unsere bisherigen Erfahrungen mit Thin Clients zurückgreifen konnten. Der Herstellerwechsel war somit einfach.“ Die Citrix-Farm der DAK umfasst etwa 350 Server, insgesamt sind über 1.000 Server im Einsatz. Thin Clients zählt die DAK 13.000, 5.000 davon werden bis zum Herbst dieses Jahres umgestellt. Die übrigen werden in einer zweiten Phase bis Anfang 2010 ausgetauscht. „Die Anzahl der PCs im Unternehmen ist inzwischen auf 800 zurückgegangen. Daneben gibt es noch ca. 850 Notebooks für den Außendienst.“ Damit jedoch möglichst alle 12.000 Mitarbeiter die Terminal-Server nutzen, können auch die Notebook-User per UMTS oder DSL auf die Citrix-Umgebung zugreifen. „Lokale Datenhaltung geschieht bei uns ausdrücklich auf eigenes Risiko. Um die zentrale Datenhaltung darüber hinaus weiter zu fördern, werden die Notebooks automatisch synchronisiert und aktualisiert. „Auf den noch verbleibenden Desktop-PCs läuft meist Exotensoftware. Hierfür könnten wir uns für die Zukunft gut eine virtuelle Bereitstellung mittels IGEL Thin Clients vorstellen.“ Die bisherigen Erfahrungen des ITManagers sprechen jedenfalls dafür. „Wir sind mit unserer Entscheidung zugunsten von IGEL sehr zufrieden. Hard- und Software laufen sehr stabil und bieten uns vielversprechende Optionen für die Zukunft.“