Server Based Computing bringt größte unabhängige US-Reifenkette Les Schwab bei konstanten Supportkosten auf Expansionskurs.
Kundenservice wird bei Les Schwab groß geschrieben. „Unsere Ladenangestellten begrüßen ihre Kunden noch auf der Straße, während diese noch im Auto sitzen“. Mit diesem Bild beschreibt Rod Williams die erfolgreiche Philosophie von Les Schwab, die das einst 1952 in Prineville, Oregon, gegründete Unternehmen zum größten unabhängigen Reifenhändler der USA werden ließ. Williams ist IT-Administrator bei Les Schwab und für die Bereiche Systemintegration und iSeries zuständig. Keine leichte Aufgabe bei einem schnell wachsenden Unternehmen mit mehr als 300 Ladengeschäften und 83 Partnerfilialen!
Supportneutrale ExpansionRob Williams liefert strikte Vorgaben zur Erweiterung der IT-Infrastruktur. Die Supportaufwendungen dürfen die Marke von 30 Prozent der gesamten Administrationszeit nicht überschreiten. Das galt auch für den kürzlichen Roll-out der neuen Server Based Computing (SBC) Architektur für die Außenstellen der Reifenkette – laut Williams die einzig realistische Lösung, um die mittlerweile rund 4.000 Arbeitsplätze in den 380 Filialen ohne Mehraufwand betreuen zu können.
Investitionskosten und Anwendungsflexibilität fest im Blick entschied sich Les Schwab für eine Kombination aus Servern der IBM-Reihe eServer iSeries und Thin Clients des deutschen Herstellers IGEL Technology. Die schlanken und kostengünstigen Endgeräte ermöglichen den Mitarbeitern in den Außenstellen die lokale Nutzung ihrer zentral auf den Servern vorgehaltenen IT-Anwendungen. „Wir haben im Vorfeld den ROI verschiedenster Lösungen durchkalkuliert, darunter auch konventionelle Client-Server Modelle“, erinnert sich Williams. „Die Ergebnisse waren eindeutig. Um beispielsweise eine reine Microsoft-Lösung mit Windows-PCs bei heutiger Ausdehnung administrieren zu können, hätten wir unser 20-köpfiges IT-Team inzwischen verfünffachen müssen.“
Drei Mitarbeiter betreuen 4.000 IT-ArbeitsplätzeDer Reifenhändler fährt heute ein zweigleisiges Supportmodell: Die etwa 1.000 Büroarbeitsplätze der Hauptverwaltung greifen nach wie vor auf Desktop-PCs zurück. „Bei jedem Supportfall muss ein IT-Mitarbeiter den betreffenden Rechner warten. Dagegen erledigt ein nur dreiköpfiges IT-Team im Rahmen des neuen, zweiten Supportmodells die komplette Administration der 4.000 Thin Clients – und das bei einer nahezu 100-prozentigen Verfügbarkeit der Geräte.“ Nicht zuletzt die ausgeprägte zentrale Administrierbarkeit der IGEL Thin Clients führt zu umfassenden Vereinfachungen und Kosteneinsparungen bei Les Schwab. „Die neue SBC-Architektur gestattet uns, Anwendungen zentral auf dem Server zu pflegen oder nach Bedarf zu ergänzen und unseren Mitarbeitern diese umgehend über die lokalen IGEL Clients bereit zu stellen“, so Williams. „Durch die zentrale Verwaltung von Anwendungen und Endgeräten konnte der sukzessive Zuwachs an Computerarbeitsplätzen zu 40 Prozent niedrigeren Roll-out-Kosten erfolgen, als es uns mit einer rein Windows-basierten Strategie möglich gewesen wäre.“
Die IGEL Firmware-Strategie kommt anUm die strukturellen Änderungen optimal durchführen zu können und eine möglichst hohe Akzeptanz unter den Anwendern zu erreichen, achtete Les Schwab bei der Auswahl der Endgeräte insbesondere auf Benutzerfreundlichkeit gegenüber IT-und Ladenmitarbeitern. „Die besondere Herausforderung lag darin, der zentralisierten Infrastruktur dasselbe ‚Look & Feel‘ zu verleihen und dennoch die Rahmenbedingungen für geschäftskritische Anwendungen beizubehalten“, so Williams. „Unsere User sind schließlich keine Computergurus, sondern Reifenexperten. Sie wollten ein schnelleres, effizienteres und leicht zu verstehendes System, welches verschiedene Applikationen lokal bereitstellt, aber keine umfangreichen Schulungsmaßnahmen nach sich zieht.“ IGEL erfüllt diese Forderung durch eine intelligente Ausstattung der Client-Firmware, die sich zudem kundenspezifisch anpassen und zentral aktualisieren lässt. Im Falle von Les Schwab genügte schon die serienmäßige Konfiguration den kundenspezifischen Infrastrukturanforderungen. Denn die standardmäßig integrierte Emulationssoftware Power-Term InterConnect von Ericom Software gestattet unternehmensweit den schnellen Datenzugriff auf verschiedenste Hostsysteme und Anwendungen. Darüber hinaus sind die flexiblen IGEL Thin Clients mit einem gekapselten Linux-Betriebssystem und allen gängigen Kommunikationsprotokollen wie Microsofts RDP oder Citrix ICA ausgestattet. Das interne Client-OS ist somit völlig unabhängig vom eingesetzten Serversystem und gestattet generell auch den Einsatz unter Windows 2003 Server oder Citrix Presentation Server. Aufgrund dieser systemischen Entkopplung von Thin Client und Server lassen sich nicht nur im Fall von Les Schwab alle vertrauten Arbeitsoberflächen optisch wie funktionell täuschend echt nachbilden.
Turboschnelles IT-ManagementLes Schwab administriert heute alle Thin Clients in den Außenstellen von einer zentralen Stelle. „Die Konfiguration der Workstations erfolgen jetzt gebündelt über Nacht. Am nächsten Morgen sind alle Thin-Clients aktualisiert und einsatzbereit, ohne dass unsere User Einschränkungen hinnehmen müssen.“ Zukünftige Außenstellen will Les Schwab weiterhin konsequent mit IGEL Thin Clients ausrüsten. „Das zentrale Management erspart uns unglaublich viel Zeit“, resümiert Williams. „So gelang mir einmal an einem einzigen Tag, einigen ausgewählten Außenstellenmitarbeitern eine spezielle Host-Sitzung zur Verfügung zu stellen, die eine aktuelle Übersicht über die täglichen Verkaufszahlen lieferte. Solch zeitnahe Aufträge lassen sich nur mit Hilfe der neuen SBC-Infrastruktur umsetzen. Diese Fähigkeit entspricht endlich auch unserem internen Serviceverständnis. Wenn eine Niederlassung inzwischen nach einer neuen Anwendung fragt, fragen wir: ‚Wie schnell?’ Das ist unsere Art, den Kunden bereits auf der Straße zu begrüßen.“
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