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Fr 16 Mai 2008
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Auto Teile Unger

Gesprengte Ketten



A.T.U Auto-Teile-Unger passt seine IT-Infrastruktur dem rasanten Filialwachstum an und migriert auf eine skalierbare Server Based Computing-Infrastruktur mit IGEL Thin Clients.



Seit der Gründung 1985 ist A.T.U Auto-Teile-Unger ununterbrochen auf Wachstumskurs. In den über 600 Filialen, in den modernen Distributionszentren und der Firmenzentrale in Weiden in der Oberpfalz beschäftigt das internationale Unternehmen inzwischen über 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dank eines integrierten und innovativen Geschäftsmodells mit „gläsernen Werkstätten“ erwirtschaftete A.T.U 2006 einen Umsatz von über 1,4 Mrd. Euro. Im Zuge seiner europaweiten Expansion will das Unternehmen bis 2013 auf über 1.000 Filialen anwachsen. Ohne eine kostengünstige und skalierbare IT-Infrastruktur ist dieses Ziel aber nicht realistisch. Deshalb migriert Auto-Teile-Unger sukzessive auf Server Based Computing mit Thin Clients.


Der Kunde
  • Über 600 Filialen, 14.000 Mitarbeiter/-innen
  • Umsatz von über 1,4 Mrd. Euro (2006)
  • Innovatives Geschäftsmodell: „gläserne Werkstätten“


Client/Server Computing zu unflexibel

Die ursprüngliche IT-Infrastruktur bestand aus einem typischen Client/Server-Netzwerk mit Fat Clients. „Das administrationsaufwändige Konzept mit verschiedenen PCGenerationen und Images skalierte sehr schlecht und hemmte unser Filialwachstum“, berichtet IT-Leiter Manfred Gerlach. „Da der Austausch defekter oder veralteter PCs durch die Zentrale erfolgte, stiegen die Supportkosten unverhältnismäßig stark an. Aber auch in der Zentrale gab es einen großen Bedarf an Standardisierung. Manche Büroarbeitsplätze erforderten für unterschiedliche Anwendungen gleich drei PCs.“ Ein weiteres Bedarfskriterium bildete der hohe Stromverbrauch. „Die etwa 4.000 PCs in den Filialen liefen rund um die Uhr. In der Zentrale waren während der Bürozeiten etwa 1.000 Fat Clients im Einsatz, meist unzureichend ausgelastet.“


Die Herausforderung
  • Skalierbare IT-Infrastruktur für den geplanten Anstieg der Filialen auf über 1.000 bis 2013
  • Senkung der Strom- und Supportkosten durch Umstieg von PCs auf IGEL Thin Clients


Neues Server Based Computing-Konzept

Als Ausweg aus der Fat Client-Misere beschließt das Unternehmen Anfang 2006, die IT zu zentralisieren. Nach einem Proof-of-Concept und einer zweimonatigen Angebotsphase verpflichtete A.T.U die IBM Global Technology Services GmbH als Generalunternehmer für das Projekt. Das Gesamtkonzept wurde gemeinsam mit den IT-Mitarbeitern von A.T. U und IBM Global Technology Services in einem Workshop, in dem die Geschäftsanforderungen und die bisherige Abdeckung durch die IT dargestellt wurden, erarbeitet. Das Projekt starte im Juli 2006. Ab diesem Zeitpunkt wird die Server Based Computing-Infrastruktur auf Basis von Citrix Presentation Server 4.0 eingeführt. Das neue Infrastrukturkonzept sieht für die neue Filialstruktur ausschließlich Thin Clients als Endgeräte vor. Um dies bereits von Beginn an möglich zu machen, erhält jede neue Filiale zusätzlich einen dezentralen Citrix-Server, auf dem die bisherige Filialapplikation läuft. „Diese Filialzwischenlösung ist für etwa zwei Jahre konzipiert“, erklärt Bernhard Panzer, Teamleiter Netz/Server bei Auto-Teile-Unger. „Die neue Filialapplikation wird einheitlich für alle Thin Clients über unsere zentrale Serverfarm in Weiden bereitgestellt.“


Etwa 25 Prozent Einsparungen beim Support

Mit dem neuen Infrastrukturkonzept erzielt A.T.U deutliche Einsparungen bei Administration und Support: „Da die Anwendungen im Server Based Computing nur auf den zentralen Terminalservern laufen und nicht lokal installiert und gepflegt werden müssen, lassen sich neue Applikationen wesentlich schneller ausrollen“, erklärt Bernhard Panzer. „Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Eröffnung weiterer Filialen in Europa.“ A.T.U ist inzwischen europaweit der führende Betreiber von Kfz-Meisterwerkstätten mit integriertem Autofahrer-Fachmarkt; mit Niederlassungen in Österreich, Holland, Italien, Tschechien und der Schweiz. „Die Umstellung auf Server Based Computing mit Thin Clients erlaubte uns, binnen kurzer Zeit flächendeckend in über 600 Filialen neue zentrale Dienste wie Internet, E-Mail oder Intranet anzubieten, ohne große Folgelasten für das ITTeam zu generieren. In der bisherigen heterogenen PC-Welt hätten wir fortan immer wieder Sicherheitspatches aufspielen müssen. Die Thin Clients hingegen administrieren wir zentral und gruppenbasiert mithilfe der mitgelieferten IGEL Managementsoftware. Die Gerätefirmware lässt sich zeitgesteuert aktualisieren. Das hat Kosteneinsparungen von etwa 25 Prozent zur Folge.“


Preis/Leistungsverhältnis spricht für IGEL

Die Thin Clients für das Projekt kamen von dem deutschen Hersteller IGEL Technology GmbH. „Positive Erfahrungen mit IGEL in vergangenen Projekten und IBM als Generalunternehmer boten hier gute Voraussetzungen für ein gemeinsames Projekt“, berichtet Dr. Claus Weigand, Consultant bei IBM Global Technology Services GmbH. „Letztendlich war das Preis/Leistungsverhältnis entscheidend. Zu den projektspezifischen technischen Auswahlkriterien zählten in erster Linie die Prozessorleistung, die Bildschirmauflösung und die Stabilität der Thin Clients.“ Bernhard Panzer bestätigt diese Aussage aus der Praxis: „Schon die ersten Tests mit IGEL Thin Clients liefen sehr gut. Einen weiteren Vorteil sehe ich auch in der im Lieferumfang enthaltenen IGEL Remote Management Suite. Die Software hat sich insbesondere zur Vorbereitung der Roll-outs bewährt. Mit unterschiedlichen Thin Client-Bauformen können wir außerdem unsere ITArbeitsplätze sehr kostenbewusst ausstatten.


Die Lösung
  • Schrittweise Einführung von Server Based Computing mit 2.800 IGEL Thin Clients (Premium und Smart)
  • Breites Einsatzspektrum der IGEL Thin Clients: Einsatz als Kassenterminal, Digital Services, Dualview etc.
  • Supportkosten sinken um 25 Prozent, Stromersparnis von 30 Prozent bis 2009


Digital Services: Mehrwert und Zukunftssicherheit

Einen weiteren Mehrwert für A.T.U bieten die IGEL-Modelle auch mit ihrem umfassenden Spektrum an Digital Services, durch welches sich dem Unternehmen weitere spezifische Anwendungsbereiche erschließen: Neben dem für die Citrix-Umgebung obligatorischen Kommunikationsprotokoll ICA unterstützen die IGEL-Modelle beispielsweise auch VoIP via Thin Client oder ThinPrint, eine Lösung zum bandbreitenoptimierten Drucken im Netzwerk. Beide Verbesserungspotenziale evaluiert A.T.U bereits für die Zukunft. Mithilfe des integrierten Smartcard-Readers kann das Unternehmen ferner bei Bedarf schnell und kostengünstig auch smartcardbasierte Authentifizierungs- und Roaminglösungen realisieren. Ein wichtiges Feature bildete auch die Fähigkeit zum Anschluss von zwei Bildschirmen. „Aufgrund der Dualview-Funktion setzten wir zunächst das Modell IGEL-5200 LX Premium ein“, berichtet Bernhard Panzer. „Seit IGEL Dualview auch serienmäßig in der kostengünstigeren Smart-Reihe anbietet, nutzen wir den IGEL-2110 LX Smart als Standardmodell der Zentrale und in den Filialen. Bislang betreiben wir etwa 150 Dualview-Arbeitsplätze, typischerweise im Callcenter und in der Disposition“. Als weiterer Digital Service kommt die Nutzung des in die Firmware integrierten MPlayers in Betracht. „Darüber ließen sich künftig beispielsweise Verkaufs- oder Informationsvideos direkt an den Point of Sale streamen.“


Managementlösung beschleunigt Roll-out

Nach der dreimonatigen Implementierungsphase der Citrix-Umgebung auf Basis von 120 Blade-Servern startete im April 2007 der Roll-out der Thin Clients. Für die Verteilung der Geräte an die Filialen nutzt A.T.U die eigene Logistik. „Gemeinsam mit der Teileversorgung erhalten die Standorte die Thin Clients über Nacht. Eine weitere Verkürzung des Prozesses erreichen wir über die Vorkonfiguration der IGELModelle mithilfe der IGEL Remote Management Suite. Hierfür stellt uns der Hersteller vorab die MAC-Adressen seiner Geräte zum CSV-Import bereit. Nach dem physischen Anschluss beziehen die Thin Clients ihre Einstellungen vom Server und sind sofort einsatzbereit.“ Bis 2008 will A.T.U insgesamt 2.800 IGEL Thin Clients ausrollen. 500 davon sind für die Zentrale vorgesehen, insbesondere für das Callcenter und administrative Einheiten wie Kassenprüfung, A.T.U Card-Abteilung, Buchhaltung oder Disposition. Nach einem Pilot im Jahr 2008 sollen die Thin Clients in den Filialen auch als Kassenterminals zum Einsatz kommen.


Stromverbrauch sinkt bis 2009 um 30 Prozent

Im ersten Projektschritt bis etwa 2009 werden nur neue Filialen mit Thin Clients ausgestattet, danach sukzessive auch die bestehenden. Obwohl in dieser Phase zusätzlich zu den Thin Clients auch je ein dezentraler Terminalserver in den schätzungsweise 150 neuen Filialen betrieben wird, profitiert A.T.U bereits in dieser Übergangsphase von einer deutlichen Senkung des Stromverbrauchs. „Bis zur Ablösung der alten Filialapplikation und dem Abbau der dezentralen Server werden wir noch 550 alte Filialen mit Fat Clients haben. 500 Thin Clients sind bis dahin in der Zentrale implementiert“, berichtet Bernhard Panzer. „Durch den geringeren Energiebedarf der Thin Clients und das zeitgesteuerte Abschalten der Geräte sinkt der Stromverbrauch um 30 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Kostenersparnis von 230.000 Euro gegenüber der bisherigen PC-Infrastruktur. Das ist zugleich auch ein ökologischer Faktor. Der indirekte Anteil am CO2-Ausstoß durch den Verbrauch am Strommix verringert sich entsprechend um 981 Tonnen. Nach Abschaffung der dezentralen Terminalserver und dem sukzessiven Ersatz der PCs in den bisherigen Filialen schätzen wir die Einsparungen gegenüber dem Ursprungsszenario auf etwa 50 Prozent.“


Beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum

IT-Leiter Manfred Gerlach ist zufrieden mit den ersten Projektergebnissen: „Die strategische Entscheidung für Server Based Computing mit Citrix und IGEL hat sich in allen Bereichen bewährt. Die  Anfangsinvestitionen werden sich voraussichtlich nach etwa drei bis vier Jahren amortisieren. Nach dem Abschluss der Migration werden wir Neubeschaffungen im Filialumfeld nur noch auf Basis von Thin Clients durchführen. Unser Ziel ist es, pro Jahr etwa 50 neue Filialen mit ca. 400 Thin Clients zu eröffnen. Dank unserer neuen, skalierbaren Infrastruktur stellt dieses Ziel unter IT-Gesichtspunkten keine Herausforderung mehr dar.“


Verringerung des Stromverbrauchs bei A.T.U in den ersten zwei Jahren

Ziel: Einführung von Thin Clients in der Zentrale und 150 neuen Filialen
Projektbeginn: April 2007, Annahme: insgesamt 700 Filialen (geschätzter Stand im April 2009)

Szenario 1: mit Thin Clients und Alt-PCs (Stand 2008/2009):
    - 500 Thin Clients in der Zentrale
    - 550 Alt-Filialen weiterhin PC-basiert (Fat Client)
    - 150 Filialen mit Zwischenlösung (mit je einem dezentralen Terminalserver)


   Filialen  Zentrale
 TC PC PC
Anzahl Standorte150
550
1
Endgeräte pro Standort8
8500
Verbrauch pro Endgerät in Watt (bei TC inkl. Terminalserveranteil)28 2)8541 2)
Laufzeit (Stunden pro Tag)
14
248
Laufzeit (Tage pro Woche)
6
75
Laufzeit (Wochen pro Jahr)
52
5244
Befristeter Mehrverbrauch durch einen dezentralen Terminalserver pro Filiale15.000
 
Laufzeit (Stunden pro Tag)24
 
Arbeitstage pro Jahr365
 

  
Verbrauch Endgeräte (kWh)146.765
3.267.29436.080
Verbrauch dezentraler Server (kWh)
131.400
  
Stromverbrauch Endgeräte (kWh)
3.581.509
 36.080


Szenario 2: ausschließlich mit Fat Clients (700 Filialen und Zentrale)

 Filialen Zentrale
Endgeräte pro Standort700
500  
Laufzeit (Stunden pro Tag)
24
8   
Laufzeit (Tage pro Woche)
7
7   
Laufzeit (Wochen pro Jahr)
52
52  
Stromverbrauch Endgeräte (kWh)
5.082.411
56.124200 W je PC 



Fazit Gesamtbetrachtung

 Filialen Zentrale Gesamt
Stromverbrauch mit TC (Szenario 1)3.545.42936.0803.581.509
Stromverbrauch ohne TC (Szenario 2)5.082.41156.1245.138.535



   
Einsparung pro Jahr (MWh)

1.557
Einsparung pro Jahr in Prozent

30 %
Einsparung pro Jahr (bei 0,15 €/kWh)

233.554 €
Entsprechende Minderung des CO2-Ausstoßes pro Jahr 3)

981 t


1)Thin Client mit Wirkleistungsanteil am dezentralen Server (ohne Kühlungsanteil eines Datencenters),
Quelle: Fraunhofer UMSICHT: Ökologischer Vergleich von PC und Thin Client-Arbeitsplatzgeräten (http://it.umsicht.fraunhofer.de/TCecology/)
2)
 Thin Client mit Wirkleistungsanteil zentrale Serverfarm und mit Kühlungsanteil des Datencenters,
Quelle: Fraunhofer UMSICHT: Ökologischer Vergleich von PC und Thin Client-Arbeitsplatzgeräten (http://it.umsicht.fraunhofer.de/TCecology/)
3)
 Produktion einer kWh mit dem deutschen Strommix verursacht 0,63 kg CO2






 
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