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Erste Ergebnisse der neuen Ökostudie: IGEL Thin Clients schlagen PCs auf ganzer Linie


Laut einer neuen Studie des Fraunhofer-Instituts UMSICHT belasten Desktop-PCs Umwelt und Klima doppelt so stark wie funktionell ebenbürtige Thin Clients. PC-Arbeitsplätze besitzen demnach eine doppelt so hohe Treibhausgasrelevanz. In punkto Herstellung, Betrieb und Entsorgung bilden Thin Clients somit nachweislich die umweltfreundlichere und zugleich ökonomischere Alternative.

Bremen, 3. April 2008 – In deutschen Unternehmen und Behörden liegt ein enormes Potenzial zum Klimaschutz brach. Zu diesem Ergebnis gelangt eine von IGEL Technology in Auftrag gegebene Studie des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT. Die 2008er Untersuchung stellt moderne Desktop-PCs und IGEL Thin Clients erstmals in einer ausführlichen, insbesondere die Produktion einbeziehenden Lebenszyklusbetrachtung gegenüber und bewertet neben diversen anderen umweltrelevanten Stoffen deren Treibhausgasrelevanz mittels des GWP-Wertes (Global Warming Potential). Die Einheit kg CO2eq steht für Kilogramm CO2-Äquivalent und führt diverse Treibhausgase in einem Wert zusammen. Während einer typischen Nutzungsdauer von fünf Jahren beträgt das GWP eines Desktop-PCs inklusive Produktion, Betrieb und Entsorgung 1.211 kg CO2eq. Der Thin Client kommt inklusive Serveranteil lediglich auf 554 kg CO2eq. Das sind 54 Prozent weniger GWP-Emissionen als beim PC oder anders ausgedrückt, das Global Warming Potential eines PCs beträgt rund 200 Prozent einer Thin Client-Lösung.

Funktion statt Material
In Europa wächst die Menge an Elektroschrott dreimal schneller als andere Abfälle. Die Wiederverwertung findet oftmals in weniger entwickelten Ländern unter niedrigen Umweltstandards und gesundheitsgefährdenden Bedingungen statt. Der neue Ökologievergleich von Fraunhofer UMSICHT berücksichtigt deshalb erstmals neben Energieverbrauchsmessungen auch die Stoffströme bei der Produktion und Entsorgung. Der ökologische Fußabdruck der Desktop-Geräte beinhaltet neben den öko-toxikologischen Auswirkungen der eingesetzten Stoffe auch die während des Lebenszyklus auftretenden Emissionen sowie die Materialintensität erneuerbarer und endlicher Rohstoffe. Unter der Annahme, dass diese ökologischen Faktoren für Unternehmen und Behörden zukünftig stark an Bedeutung gewinnen werden, empfiehlt die Studie von Fraunhofer UMSICHT, alternative, umweltfreundlichere IT-Systeme aufzubauen. Die Maßgabe hierfür ist, bei deutlich verringerten Umweltbelastungen die gleichen Funktionen in der gleichen Qualität zu erfüllen. Diesbezüglich bescheinigt die Studie dem Server Based Computing mit Thin Clients eine hohe Ökoeffizienz, verbunden mit einem großen Potenzial zur Dematerialisierung der Informationstechnologie.

Beispielrechnungen für 300 und 10.000 Arbeitsplätze
Geht man davon aus, dass 75 Prozent der Arbeitsplätze in einem Unternehmen auf Thin Clients umgestellt werden können, verhindern mittelständische Unternehmen mit 300 Arbeitsplätzen durch den Einsatz von Thin Clients während einer fünfjährigen Nutzungsphase 148 t CO2eq. Dieser Wert entspricht den Emissionen eines VW Golf TDI auf einer Distanz von knapp 1,1 Mio. km oder 27 Erdumrundungen. Noch eindeutiger fällt das Einsparpotenzial eines großen Unternehmens mit 10.000 Arbeitsplätzen aus: Mehr als 4.923 t CO2eq ließen sich über eine fünfjährige Nutzungsdauer einsparen. Dies entspricht den CO2-Emissionen einer Flotte von 364 Fahrzeugen desselben Typs, die jeweils jährlich eine Strecke von 20.000 km zurücklegen.

Viele Unternehmen verschwenden Geld und Ressourcen
Nicht zuletzt wegen ökonomischer Begleitfaktoren wie geringeren Strom-, Administrations- und Supportkosten wächst der Markt für betrieblich eingesetzte Thin Clients inzwischen deutlich schneller als der PC-Markt. Die Marktforscher von IDC ermittelten darüber hinaus, dass der Thin Client-Anteil aller 2007 in Westeuropa neu angeschafften gewerblichen Desktops 11 Prozent betrug. Nach Schätzung von Fraunhofer UMSICHT können ca. 8,2 Millionen der in 2008 in den EU-15 Staaten neu abgesetzten Firmen-Desktop-PCs genauso gut durch Thin Clients ersetzt werden. Allein in Deutschland können ca. 1,6 Millionen Geräte funktionell gleichwertig ersetzt werden. Über einen fünfjährigen Nutzungszeitraum betrachtet können deutsche Unternehmen so über eine Million Tonnen an CO2-Äquivalent einsparen. Die EU-15-Staaten kämen zusammen auf 5,4 Mio. t CO2eq Einsparung und zwar jeweils inkl. notwendiger Serverleistung und Kühlung.

Motoren der Veränderung
Die Studie von Fraunhofer UMSICHT geht davon aus, dass eine Reihe aktueller Technologien und Entwicklungen die weitere Verbreitung von Thin Client-Infrastrukturen beschleunigen. Dabei führen insbesondere aktuelle und künftige Bestrebungen zur Verbesserung des Nutzungsgrads und der Effizienz betrieblicher IT-Infrastrukturen zu einem noch breiteren Anwendungsspektrum: Hierzu zählen insbesondere das 64-Bit-Computing, die Virtualisierung von Anwendungen, Servern und Desktops sowie Energiesparmaßnahmen am Arbeitsplatz. Gemeinsam mit dem „Web 2.0“ sollen Thin Clients schließlich auch in die privaten Haushalte Einzug finden. Das damit verbundene Potenzial zur Dematerialisierung wäre ebenfalls enorm, denn im Jahr 2008 werden in den EU-15-Staaten insgesamt voraussichtlich 27 Millionen PCs angeschafft – 60 Prozent davon für die private Nutzung.

„Viele Unternehmen haben noch nicht erkannt, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen“, kommentiert Heiko Gloge, Managing Director von IGEL Technology. „Der jüngste Ökologievergleich zwischen PCs und Thin Clients beweist erneut, dass das Server Based Computing und die Deskop-Virtualisierung mit Thin Clients beide Aspekte vortrefflich vereinen.“

Die komplette Studie von Fraunhofer UMSICHT „Ökologischer Vergleich von PC und Thin Client Arbeitsplatzgeräten 2008“ steht auf der Homepage von Fraunhofer UMSICHT sowie bei  IGEL Technology zum Download bereit:
http://it.umsicht.fraunhofer.de/TCecology/
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